Ein Tag ohne Auto für die Umwelt. In den 70er Jahren wurde der motorisierte Verkehr eingeschränkt. Eichgrabenerin könnte sich das auch heute vorstellen.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 14. April 2019 (04:34)
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Elfriede Bruckmeier wünscht sich wieder einen autofreien Tag.

Was die Menschen in Frankreich im Moment wieder ereilt, mussten die Österreicher zu Beginn der 70er-Jahre durchmachen – damals aber aufgrund der Energiekrise. Die Treibstoffpreise kletterten unaufhaltsam nach oben, viele konnten sich das Tanken nur noch schwer leisten. In den 1970er - aber auch in den 1950er Jahren - wurden autofreie Tage von den Behörden verfügt, weil ein Engpass der Versorgung mit Erdöl drohte.

Der autofreie Tag war ein Tag, an dem der motorisierte Verkehr eingeschränkt wurde. Vielen sind die markanten Pickerl von damals mit den Anfangsbuchstaben der Wochentage, an denen man das Auto stehen lassen musste, noch in lebhafter Erinnerung. Diese Erinnerung rief jetzt die Eichgrabener Autorin und Galeristin Elfriede Bruckmeier auf den Plan.

„Jede Woche demonstrieren unsere Kinder für den Klimaschutz und man hat den Eindruck, dass sie nicht gehört werden“, so Elfriede Bruckmeier. Sie denkt den Gedanken noch weiter: „Wie wäre es, wenn man den autofreien Tag, den es 1974 gab, wieder einführen würde, diesmal für das Klima. Das würde nicht zu einem übergroßen Aufschrei führen, denke ich, und nach einem halben Jahr könnte man am Ergebnis feststellen, ob es etwas bringt. Zumindest brächte es Bewusstsein!“ In einem Schreiben an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und einem Mail an die zuständige Bundesministerin Elisabeth Köstinger leitete sie ihre Idee auch bereits an die Politik weiter.

„So könnte jeder einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, meint die Eichgrabenerin. Antwort hat sie bis dato noch keine erhalten.