Franz Kraic recycelt Rohstoffe für den Klimaschutz.. Franz Kraic recycelt Rohstoffe für den Klimaschutz. Weggeworfene Alubehältnisse dienen jetzt als Trocknungsgerät.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 27. März 2020 (03:42)
Franz Kraic hat seinen ersten Solardörrer fertig.
privat

Als Fußgängerbeauftragter ist Franz Kraic den Eichgrabenern gut bekannt. Auch am Rad sieht man ihn fast täglich durch die Wienerwaldgemeinde fahren. Der ehemalige Installateur und früherer VP-Umweltgemeinderat, der nun im Team der Grünen im Gemeinderat ist, hat sich mit seiner Gattin Manuela voll und ganz dem Klima- und Umweltschutz verschrieben. Im Zuge seiner täglichen Fahrten ärgert er sich immer wieder über den achtlos weggeworfenen Müll. Ein besonderer Dorn im Auge sind ihm dabei die Aludosen.

„Für den Abbau von Bauxit, das ist das Grundmaterial von Aluminium, wird häufig der Regenwald zerstört und damit auch die Lebensgrundlage indigener Völker“, weiß Franz Kraic.

„Wir planen heuer einen größeren Kräutergarten, da freuen wir uns schon auf unsere ersten getrockneten Kräuter.“ Franz Kraic

Daher ist es ihm besonders wichtig, dass diese Materialien gesammelt und recycelt werden. Auf seinen Radtouren sammelt er im Jahr rund 1000 Aludosen. „Die schöneren und unbeschädigten Dosen nehme ich mit nach Hause, die anderen werden in den entsprechenden Containern entsorgt“, erzählt der Pensionist. Zuhause werden die Dosen seit vergangenem Jahr von Franz Kraic recycelt. Die Enden werden abgeschnitten und entsorgt, der Rest wird zusammengebaut, sodass Röhren entstehen. Diese werden zu einem Solarkollektor zusammengefügt. Letztendlich entsteht daraus ein selbst gebauter Solardörrer.

Das erste Modell ist rechtzeitig vor Frühlingsbeginn fertig geworden. „Bereits am ersten Probetag erreichte der Solardörrer eine Temperatur von 50 Grad“, freut sich Kraic. Neben Obst wollen Manuela und Franz Kraic auch Kräuter dörren. „Wir planen heuer einen größeren Kräutergarten, da freuen wir uns schon auf unsere ersten getrockneten Kräuter“, ist Franz Kraic voller Vorfreude auf den kommenden Sommer. Dennoch hat für Franz Kraic bei diesem Projekt die Rettung der Rohstoffe die höchste Priorität.