Neulengbach

Erstellt am 12. Juli 2018, 00:42

von NÖN Redaktion

Rainer Widmann: Erfolgreich in den USA. Der Neulengbacher Rainer Widmann forscht international im Bereich von wirtschaftlichen Innovationen.

Rainer Widmann hat seinen Doktortitel an einer Elite-Universität in den USA gemacht.  |  NOEN, privat

Rainer Widmann hat an der Eliteuniversität Northwestern University/Kellogg School of Management den Doktortitel in „Managerial Economics & Strategies“ erworben. Professor Benjamin Jones, ein persönlicher Wirtschaftsberater des früheren Präsidenten Barack Obamas, hat ihm das Doktorat verliehen.

Der 32-jährige Neulengbacher beschäftigt sich mit wirtschaftlichen Innovationen. Es fasziniert ihn, was man mit Mathematik in der Wirtschaft berechnen kann wirtschaftliche Auswirkungen haben. Widmann berechnet Auswirkungen von Entscheidungen von Regierungen und anderen Institutionen auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes oder einer Region. Für Österreich hat er die größte bisher angelegte Studie über den Innovationseffekt der Forschungsförderung für Firmen durchgeführt. „Dabei hat sich gezeigt, dass die Gelder der Forschungsförderung sehr gut angelegt sind, denn sie lösten signifikante Innovationen aus“, fasst Widmann das Ergebnis zusammen.

Nächste Station: Max-Planck-Institut in München

Rainer Widmann hat die Volksschule Neulengbach besucht. Nach der Matura begann er in Wien Volkswirtschaft und Politikwissenschaften zu studieren. Dann studierte er bei Bernhard Felderer am Institut für Höhere Studien. Zu diesem Studium wurden nur acht Studenten zugelassen. „Das Studium war ziemlich hart, und nur vier Studenten haben es beendet“, so Widmann, der nach seinem Abschluss an die renommierte Wirtschaftsuniversität Northwestern Kellogg School of Managementin die USA ging. Diese Universität zählt zu den zehn besten der USA.

Auf die Frage, was ihm besonders in den Staaten gefallen hat, antwortet er: „Die hohe soziale Kompetenz der Spitzenprofessoren, vor allem der nette Umgang miteinander, in der Sache aber sehr effizient und fordernd.“ Schön fand er auch die Internationalität seiner Kollegen und das Denken in größeren Dimensionen.

Sechs Jahre war der Neulengbacher jetzt in den USA. Vermisst hat er die österreichischen Weihnachtsmärkte und den Punsch, ansonsten hat er sich sehr gut eingelebt – mit seiner US-amerikanischen Freundin Sophia und Hündin Ginnie.

Ab August wechselt der junge Elite-Uni-Absolvent an das Max-Planck-Institut nach München. Dort arbeitet er dann in erster Linie als Wissenschaftler mit internationaler Vernetzung.