FPÖ Eichgraben sorgte gleich für Sturm der Entrüstung. Erster Gemeindekurier der Freiheitlichen sorgte wegen Aussagen zu Asylwerbern für wilde Diskussion.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 22. Dezember 2014 (14:25)
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Stefan Albustin, Christine und Alfred Gleitsmann (v.l.) hoffen auf den Einzug in den Gemeinderat.Stoiser
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Nachdem die FPÖ in den vergangenen zwei Gemeindratsperioden keine Kandidaten gestellt hat, gehen bei der Wahl am 25. Jänner drei Berwerber für die Freiheitlichen an den Start. Alfred Gleitsmann, seine Gattin Christine Gleitsmann und Stefan Albustin hoffen auf den Einzug in den Gemeinderat.

Sturm der Entrüstung zu Beginn des Wahlkampfs

Die drei Kandidaten sind zuversichtlich, obwohl der Einstieg in den Wahlkampf gleich einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte. Kaum war der erste „Gemeindekurier“ der FPÖ in den Haushalten, entstand auf Facebook gleich eine wilde Diskussion. Einige User haben ihre große Sorge ausgedrückt, dass durch dieses Flugblatt versucht wird, die Bevölkerung subtil aufzuwiegeln. Auslöser war eine kurze Notiz darüber, dass ab Dezember Flüchtlinge in Eichgraben betreut werden. Besonders der Schlusssatz „Wir wünschen Frau Isabella Sutter, dass ihre Hotelinfrastruktur nicht allzu sehr leidet!“ kam nicht gut an. „Wir haben überhaupt nichts gegen Flüchtlinge, im Gegenteil“, betont Alfred Gleitsmann, der sich über die Vorurteile, die allen FPÖ-Kandidaten von Haus aus entgegen gebracht werden, ärgert. „Vielleicht bietet sich auch die Möglichkeit, Frau Sutter und Frau Hammerl in irgendeiner Form zu unterstützen“, so Gleitsmann.

Natürlich gefällt den FPÖ-Kandidaten nicht alles an der Flüchtlingspolitik. So wäre es ihnen ein wichtiges Anliegen, den Schleppern verstärkt das Handwerk zu legen und Asylmissbrauch einzudämmen. Ein weiteres wichtiges Thema ist für die FPÖ auch die Sicherheitspolitik. Kritisiert wird die Postenschließung, trotz steigender Einbruchsrate. „Das Wachzimmer sollte wieder in Eichgraben installiert werden“, fordert Alfred Gleitsmann. Geht es nach der FPÖ, sollen auch die Infrastruktur und die Wirtschaft belebt werden. Ein Dorn im Auge sind Alfred Gleitsmann dabei die hohen Mieten in der Region. „Heimische Unternehmer beschweren sich auch immer wieder, dass sie bei Gemeindeausschreibungen nicht berücksichtigt werden“, berichtet der Spitzenkandidat. Auch das soll sich ändern, so die FPÖ.

Betreutes Wohnen in der Kritik

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Standort, der zur Zeit im Bau stehenden Wohnhausanlage für betreutes Wohnen. „Es ist dort viel zu steil. Viel Spaß mit dem Rollator“, meint Alfred Gleitsmann. Die FPÖ möchte sowohl für die Jugend, als auch für die Senioren, die ihr Leben lang gearbeitet haben und jetzt durch die Finger schauen, ein offenes Ohr haben.

„Viel Spaß mit dem Rollator.“ Alfred Gleitsmann kritisiert den Standort für betreutes Wohnen, der seiner Meinung nach viel zu steil gelegen ist

Der gelernte Einkäufer Alfred Gleitsmann und die Modedesignerin Christine Gleitsmann leben seit vier Jahren fix in Eichgraben. Alfred Gleitsmann ist mit dem Ort aber seit seiner Kindheit verbunden. Der ehemalige Briefträger Stefan Albustin, der zur Zeit als Taxifahrer arbeitet, hat ebenfalls bereits seine Kindheit in der Wienerwaldgemeinde verbracht. Die drei hoffen auf den Einzug in den Gemeinderat. „Unser Ziel ist es, eine Kontrollfunktion in der Gemeinde auszuüben und in den Prüfungsausschuss zu kommen“, erklärt Alfred Gleitsmann. „Wir hoffen, dass die Wahlbeteiligung diesmal höher ist, als in den Vorjahren. Es ist sicher mehr möglich“, sagt Gleitsmann.

Am Freitag, 16. Jänner, 14 Uhr lädt die FPÖ zum Bürgerstammtisch ins Gasthaus Traint-Maier.