Nix ist fix bei der SPÖ Neulengbach. Wer Spitzenkandidat wird, ist noch offen: Die Meinungen gehen auseinander.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:29)
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Stadtrat und Fraktionsobmann Josef Fischer: „Alles offen.“

Wer bei der SPÖ Neulengbach als Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl antritt, steht noch nicht fest. Die Stadträte Beate Raabe-Schasching und Josef Fischer sowie Parteiobmann Mario Drapela gelten als mögliche Kandidaten. Bei einer Klausur im Jänner wurde noch keine Entscheidung getroffen.

„Wir sind noch nicht fertig mit dem Ausdiskutieren. Nix ist fix. Jeder überlegt noch für sich, und dann werden wir uns noch einmal zusammensetzen“, sagt Fraktionsobmann Josef Fischer auf Anfrage der NÖN. Er selbst plädiert für Mario Drapela: „Ich bin dafür, dass man den Jungen eine Chance gibt. Aber es gibt auch Stimmen, die sagen, man sollte jemanden mit Erfahrung nehmen. Da gibt es verschiedene Meinungen.“ Ihm sei wichtig, dass der Ausschuss zu hundert Prozent übereinstimmt. „Die Entscheidung soll für alle passen. Wir sind noch in der Phase der Meinungsbildung. Jeder hat gute Ideen.“ Spätestens Ende April soll laut Fischer die Entscheidung fallen.

„Grabenkämpfe wie bei der ÖVP gibt es bei uns nicht.“ Beate Raabe-Schasching

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Die frühere Parteichefin Stadträtin Beate Raabe-Schasching: „Kein Stress.“

Das sieht Stadträtin Beate Raabe-Schasching etwas anders: „Ich sehe keinen Stress für eine Entscheidung, weder in der SPÖ noch für mich persönlich. Zeit ist noch bis Herbst.“ Die frühere Parteichefin betont, dass man sich in der Vergangenheit immer nach ausführlichen Beratungen auf eine Liste und deren Spitzenkandidatin oder Spitzenkandidaten geeinigt habe: „So wird es auch diesmal sein. Wir haben mit Mario Drapela einen überaus engagierten jungen Politiker, der als Parteiobmann den Prozess managen wird.“ Sie selbst und Stadtrat Fischer würden ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen, sagz die Stadträtin: „Grabenkämpfe und Nachfolgedebatten wie zur Zeit in der ÖVP Neulengbach gibt es bei uns nicht.“

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Mario Drapela ist die Erhöhung zu gering.

Mario Drapela freut sich, dass die SPÖ Neulengbach „in der glücklichen Lage ist, mehrere Persönlichkeiten ins Rennen schicken zu können.“ Derzeit stecke die Partei im Erneuerungsprozess. „Damit und mit den bevorstehenden Arbeiterkammer- und EU-Wahlen bin ich mehr als genug beschäftigt.“ Mit Beate Raabe-Schasching habe die Partei eine tolle Gesundheits- und Bildungsstadträtin, Stadtrat Josef Fischer trage mit seiner guten Arbeit als Liegenschaftsstadtrat zur positiven Entwicklung der Stadtgemeinde bei. Bis Herbst sei reichlich Zeit, um die Gesamtliste für die Wahl beschließen zu lassen. „Wir bemühen uns, alles in geordneten Bahnen ablaufen zu lassen und Chaos wie in anderen Parteien zu vermeiden.“