Wer wird Spitzenkandidat in Neulengbach?. Bei der Neulengbacher ÖVP ist das Rennen noch offen. Franz Wohlmuth weiß nicht, ob er antritt. Ambitionen haben der Vizebürgermeister und zwei Stadträte.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 05. Februar 2019 (05:41)
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Symbolbild

Wer in der Stadtgemeinde für die ÖVP als Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl ins Rennen geht, ist noch immer nicht fix. Die Partei will das Ergebnis einer Telefonumfrage abwarten, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Renate Hinterndorfer
Bürgermeister Franz Wohlmuth hat noch keine Entscheidung getroffen.

„In der Umfrage geht es um Köpfe, nicht nur aus unserer Partei, und um Themen wie Stadtentwicklung und Bildung“, berichtet Bürgermeister Franz Wohlmuth. So eine Befragung zeige, wie man mit den Themen und Schwerpunkten liege.

„Ich gehe davon aus, dass Bürgermeister Franz Wohlmuth die Wahl noch einmal schlagen wird.“ 
Gerhard Schabschneider

Der Bürgermeister hat sich wie berichtet noch nicht entschieden, ob er noch einmal zur Wahl antritt. Gemunkelt wird, dass es derzeit recht turbulent hinter den Kulissen zugeht, weil es gleich drei Interessenten für das Bürgermeisteramt gibt: Vizebürgermeister Alois Heiss, Stadträtin Maria Rigler und Stadtrat Gerhard Schabschneider. Manche befürchten sogar eine Spaltung der Partei.

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Vizebürgermeister Alois Heiss kann sich vorstellen, für das Amt zu kandidieren.

„Wir sind mitten im Auswahlverfahren und diskutieren, mit welchem Kandidaten wir die Mehrheit erreichen. Wir wollen nichts hinaustragen“, gibt sich Alois Heiss, zurückhaltend.

Auch Maria Rigler ist eher wortkarg, wenn es um die Bürgermeister-Frage geht: „Solange es keine Veränderung gibt, ist das kein Thema. Es ist alles offen. Noch haben wir einen amtierenden Bürgermeister, und das ist auch gut so.“ Franz Wohlmuth müsse die Weichen stellen, dann werde man die nächsten Schritte setzen, so Rigler. Sie kann sich aber grundsätzlich vorstellen, das Amt zu übernehmen: „Die Arbeit in der Gemeindepolitik macht mir wahnsinnig viel Freude.“

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Auch Stadträtin Maria Rigler hat Ambitionen für das erste Amt in der Stadtpolitik.

Wirtschaftsstadtrat Gerhard Schabschneider hat ebenfalls Interesse am Bürgermeisteramt. Er sagt allerdings: „Ich gehe davon aus, dass Bürgermeister Franz Wohlmuth die Wahl noch einmal schlagen wird. Er hat gute Werte, er hat gute Arbeit in den vergangenen Jahren geleistet. Darum glaube ich, dass wir mit ihm in die Wahl gehen sollten.“

Dass die Kandidatenfrage zu einer Spaltung der Partei führen könnte, glauben alle drei VP-Politiker nicht. Maria Rigler: „Wir sind uns einig, dass wir eine Spaltung nicht wollen. Der Zusammenhalt ist schon wichtig. Das Gemeinsame steht im Vordergrund.“

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Wirtschaftsstadtrat Gerhard Schabschneider stünde ebenfalls zur Verfügung.

So sieht es auch Alois Heiss: „Wir brauchen Einigkeit, das ist im Vordergrund, und nicht der Zeitpunkt der Entscheidung.“ Innerhalb der Partei werde zwar in manchen Belangen hart diskutiert, etwa auch vor Gemeinderatsbeschlüssen: „Wir sind eine große Gruppe, da gibt es verschiedene Meinungen. Aber wenn eine Entscheidung getroffen ist, dann stehen wir dazu. Nach außen sind wir geeint.“

Einigkeit steht im Vordergrund

Das bestätigt Gerhard Schabschneider: „Wir haben in der Fraktion immer auf Einigkeit geschaut. Das sieht man auch daran, dass in dieser Gemeinderatsperiode niemand von uns aufgehört hat. Wir diskutieren oft heiß, aber wir gehen immer einig hinaus.“ Eine Spaltung vor der Gemeinderatswahl dürfe auf keinen Fall passieren: „Wir diskutieren das aus, so wie wir es immer machen. Jeder Kandidat hat Vor- und Nachteile, das muss man abwägen.“