Trinkwasserversorgung wird erneuert. Auf dem Kleebühel wird die Trinkwasserversorgung erneuert. 760.000 Euro sind veranschlagt. Die Gemeinde hofft, dass es zu keiner Überschreitung kommt.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 19. Juni 2019 (02:41)
Hinterndorfer
Stadtrat Jürgen Rummel vor dem in Bau befindlichen Hochbehälter auf dem Kleebühel.

Der neue Hochbehälter der Stadt auf dem Kleebühel nimmt schon Formen an. Derzeit werden die Betonwände errichtet. „Diese Woche ist die Zwischendecke zu Betonieren, dann erfolgen bereits die ersten Dichtheitsproben“, berichtet VP-Stadtrat Jürgen Rummel.

Die Herausforderung sei, die Arbeiten der einzelnen Firmen zu koordinieren: „Es muss alles auf den Zentimeter passen. Wo genau kommen welche Zu- und Ableitungen hin, das ist heikel, denn wenn einmal etwas betoniert ist, gibt es keine Änderung mehr“, erläutert der Infrastrukturstadtrat.

„Es muss alles auf den Zentimeter passen"

Der neue Wasserbehälter ersetzt den über 50 Jahre alten Hochbehälter, der die heutigen Anforderungen puncto Technik und Hygiene nicht mehr erfüllt. Ende Oktober sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, die Fertigstellung der Anlage ist im Dezember geplant. „Das sollte sich ausgehen“, ist Rummel optimistisch. Die Anspeisung des neuen Trinkwasserbehälters erfolgt über den nahen EVN-Hochbehälter, eine Leitung gibt es bereits.

NOEN

760.000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Seitens der Stadtgemeinde hofft man zwar, dass es dabei bleibt. Eine Kostenüberschreitung sei aber durchaus möglich, räumt Rummel ein: „Wir haben derzeit bei den Bauprojekten überall Kostenüberschreitungen wegen der Entwicklung der Baubranche. Die hat gerade ein Hoch.“

„Wir haben derzeit bei den Bauprojekten überall Kostenüberschreitungen wegen der Entwicklung der Baubranche. Die hat gerade ein Hoch.“

Die Stadt Neulengbach versorgt 90 Prozent des Gemeindegebiets mit dem Wasser aus den Badbrunnen über die Hochbehälter Dreiföhren und Kleebühel. Bei Engpässen wird EVN-Wasser zugekauft. „Gerade jetzt, wenn die privaten Schwimmbecken gefüllt werden, geht unser Leitungsnetz manchmal in die Knie, dann ist eine Anspeisung über die EVN unumgänglich“, berichtet Rummel.