Neuer Anlauf für Unterstufe in Neulengbach. Neulengbach will sich als Schulstandort weiter entwickeln. Politiker und Experten sollen kooperieren.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 23. Juni 2021 (04:30)
Die Erweiterung des Gymnasiums wurde schon vor zehn Jahren gefordert.
Dietl, Dietl

Der Weiterentwicklung als Schulstandort will sich die Stadtgemeinde Neulengbach jetzt widmen: Um die Schulentwicklung bestmöglich zu begleiten und zu planen, wird eine Arbeitsgruppe gegründet. „Neulengbach ist Schulstandort. Die weitere Entwicklung im Schulbereich ist ganz wichtig“, betonte ÖVP-Bürgermeister Franz Wohlmuth in der Gemeinderatssitzung. Eine Kerngruppe soll sich um die Forcierung einer BORG-Unterstufe annehmen.

Schon vor zehn Jahren gab es eine Unterschriftenaktion für die Errichtung einer AHS-Unterstufe in Neulengbach. Ganz vom Tisch war die Erweiterung des Gymnasiums nicht. Die Stadtgemeinde will jetzt einen neuen Anlauf unternehmen, um eine Unterstufe nach Neulengbach zu bringen.

„Es geht darum, wie die Gemeinde am Ball bleibt.“ Stadträtin Maria Rigler

Seit 2007 hat die Stadt ein Oberstufengymnasium. Beim Bau des Schulgebäudes wurde eine mögliche spätere Erweiterung berücksichtigt. „Wir sind dran geblieben, wir haben eine neue Umfrage gemacht, der Bedarf für eine Unterstufe ist gegeben“, erklärte ÖVP-Stadträtin Maria Rigler. Jetzt gehe es darum, wie die Stadtgemeinde am Ball bleiben könne und wie Synergien zwischen den Schulen geschaffen werden können.

Auch für SPÖ-Gemeinderat Mario Drapela ist es wichtig, den Schulstandort weiter zu verbessern. Schon in der Vergangenheit habe man im Schulbereich fraktionsübergreifend zusammen gearbeitet, so Drapela, Er schlug vor, dass Beate Raabe-Schasching im Gremium vertreten ist: „Sie ist eine Expertin auf dem Gebiet und sie hätte Interesse, hier mitzuwirken, um den Schulstandort zu verbessern. Wir sollten sie ins Boot holen.“ Gemeinderätin Claudia Anderl von den Grünen sprach sich für ein Gesamtkonzept aus: „Wichtig ist, die Mittelschule mitzudenken.“

Stadtrat Alois Heiss bedankte sich dafür, dass der Antrag für die Weiterentwicklung des Schulstandortes zustande kam. Aufgeschlagen sei das Thema bei ihm im Mai, als er im digitalen Kurier einen Bericht über die nächsten Unterstufen-Standorte gelesen habe: „Neulengbach war nicht dabei. Wir haben uns immer bemüht, eine Unterstufe zu bekommen, plötzlich ist Neulengbach nicht genannt.“

Heiss betonte, dass er das Thema nicht politisieren wolle: „Da kann Neulengbach nur verlieren. Wir müssen ernsthaft dranbleiben und Experten dazunehmen, die uns strategisch beraten, dass wir das umsetzen können.“

Der Beschluss, die ARGE Schulentwicklung zu etablieren und eine Kerngruppe bezüglich Unterstufe zu etablieren, wurde einstimmig gefasst.