FP-Anträge wurden abgelehnt. Schutzmaßnahmen für Bahn-Anrainer und beim Spielplatz fordert Alfred Gleitsmann. Im Gemeinderat ist er abgeblitzt.

Von Andrea Stoiser. Erstellt am 27. Juli 2019 (03:29)
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Zwei Dringlichkeitsanträge brachte FP-Gemeinderat Alfred Gleitsmann im Gemeinderat ein – beide schafften es nicht auf die Tagesordnung.

Aufgrund eines Vertrages aus den Jahren 2007 und 2009 wurden verschiedene Lärmschutzmaßnahmen wie Schienenschleifen durchgeführt. In diesem Vertrag wurde auch vereinbart, dass nach Inbetriebnahme der neuen Westbahn eine Analyse der noch durchzuführenden Maßnahmen unter Berücksichtigung aktueller Prognosedaten erfolgen soll. Die Gesamtkosten der Überarbeitung waren mit 40.000 Euro veranschlagt, wobei 15 Prozent von der Gemeinde Eichgraben zu tragen waren.

„Der Beschluss erfolgte einstimmig in der Sitzung am 17. Mai 2017, jedoch ist leider in der Zwischenzeit nichts passiert“, sagt Gleitsmann. Er stellte daher den Antrag, dass der Gemeinderat den Bürgermeister ermächtigen soll, die Österreichischen Bundesbahnen zu beauftragen, geeignete Maßnahmen in Form eines Lärmschutzes entlang des Ortsgebietes zu ergreifen.

Lärm durch alte Güterzüge

„Damit soll die Lärmbelästigung speziell durch die alten Güterzüge, die in den Nachtstunden vermehrt unterwegs sind und noch immer nicht die Neubaustrecke nutzen, eingedämmt und den Anrainern wieder mehr Lebensqualität geboten werden“, forderte Gleitsmann. Handlungsbedarf in Sachen Lärmschutz sieht der FP-Gemeinderat auch beim Abenteuerspielplatz, wo Anrainer über Lärmbelästigung klagen.

„Die Anrainer sind von früh bis spät, sieben Tage die Woche, egal ob von Kindern oder Jugendlichen produziertem Lärm ausgesetzt und finden in ihren Gärten und Terrassen, selbst in ihren Wohnräumen, keinen ruhigen Platz“, erzählt Gleitsmann. Er forderte in seinem Dringlichkeitsantrag, dass geeignete Maßnahmen in Form eines Lärmschutzes ergriffen werden sollen, damit die Nachbarn wieder mehr Lebensqualität haben.

Beide Anträge – Lärmschutz ÖBB und Lärmschutz Abenteuerspielplatz – wurden abgelehnt und kamen nicht auf die Tagesordnung, sollen aber den entsprechenden Ausschüssen zugewiesen werden.