Erstellt am 13. März 2018, 05:30

von Eduard Riedl

Pfarrer stellt Opferstockdieb. Wilhelm Schuh überraschte Bulgaren auf frischer Tat. Richard Hochreiter alarmierte die Polizei und verfolgte den Flüchtenden. Beim Bahnhof klickten die Handschellen.

Pfarrer Wilhelm Schuh beim Opferstock, wo er am Freitag den Dieb entdeckte. 48 Euro erbeutete der Bulgare, doch weit kam er mit seiner Beute nicht.  |  NOEN, Eduard Riedl

Der Heilige Antonius, der Patron für verlorene Sachen, wacht über dem Opferstock in der Maria Anzbacher Kirche. Bei diesem Opferstock versuchte ein Bulgare zu Bargeld zu kommen. Doch er wurde auf frischer Tat ertappt, und zwar vom Hausherrn.

„Ich bin von der Schule gekommen und in die Kirche gegangen, da habe ich beim Heiligen Antonius jemanden stehen sehen“, erinnert sich Pfarrer Wilhelm Schuh. Als er sich dem Mann näherte, sah er, dass dieser gerade dabei war, den Opferstock auszuräumen. „Leider hatte ich kein Handy bei mir, sodass ich die Polizei nicht anrufen konnte“, schildert der Geistliche. Er verließ die Kirche, um jemanden zu finden, der ihm helfen könnte.

Beim Stoffgeschäft im alten Gemeindehaus war leider niemand da, doch beim griechischen Lokal hatte Wilhelm Schuh schließlich Glück: Unter den Gästen war Richard Hochreiter, der sich sofort auf die Fersen des Täters heftete und gleichzeitig auch die Polizei alarmierte.

Nach Diebstahl Aufenthaltsverbot

Der Opferstockdieb marschierte Richtung Bahn-Haltestelle, Hochreiter folgte ihm. Binnen kürzester Zeit waren mehrere Streifen der Polizei vor Ort. Im Wartebereich der Bahnstation konnte der Täter schließlich festgenommen werden. Er hatte mit einem Klebeband 48 Euro aus dem Opferstock der Wallfahrtskirche geholt. Der Bulgare wird auf freiem Fuß angezeigt. Er wurde von der Fremdenpolizei abgeholt und abgeschoben. Wegen der Straftat bekommt er zudem ein Aufenthaltsverbot in Österreich.