Spenden für Senegal bei Benefizmarsch gesammelt. Xaver Lahmer und Willi Triml berichteten über ihren Benefizmarsch, mit dem sie Afrika-Hilfsprojekt starteten.

Von Eduard Riedl. Erstellt am 25. April 2019 (04:05)
Eduard Riedl
Weitwanderer Willi Triml, Mamadou Senghor aus dem Senegal, Andrea Litzenberger, Leiterin vom „Kreis für Pflegende Angehörige“, dahinter Weitwanderer Xaver Lahmer, Franz Josef Bernhart vom MS-Club, Babacar Toure, ebenfalls ein Gast aus dem Senegal und Willi Maiderer.

Xaver Lahmer und Willi Triml zeigten beeindruckende Bilder und Filmsequenzen von ihrem 5.517 Kilometer-Benefiz-Fußmarsch von Niederösterreich nach Senegal.

Am 14. April 2008 um 14 Uhr startete Xaver Lahmer von seinem Heimatort Großrust, in der Nähe von St. Pölten mit seinem Freund Willi Triml zu einer außergewöhnlichen Reise. Knapp acht Monate marschierten die Beiden auf Schusters Rappen quer durch Europa und Afrika.

 „Oft mangelt es an 1,50 Euro für die Kinder zur Schuleinschreibung.“ Xaver Lahmer

 Die Route führte über die Steiermark nach Kärnten und weiter nach Italien entlang der Mittelmeerküste. Schon zu Beginn stellten sich bei Xaver Lahmer Blasen an den Füßen ein, aber er ging weiter bis nach Gibraltar.

Die Rucksäcke der Beiden wogen 30 Kilo, 20 Kilo trugen sie am Rücken, 10 Kilo vorne. „Vor allem die Technik wie der Laptop und die Kamera wogen schon einiges“, erzählte Xaver Lahmer.

Am Nachmittag des 13. August brachte die beiden Weitwanderer ein Schnellboot nach Afrika in die Stadt Tanger in Marokko. „Wir wurden überall freundlich begrüßt, zum Essen eingeladen und mit Obst versorgt. Freundschaftliche Begegnungen und prachtvolle Landschaften begleiteten uns entlang der marokkanischen Atlantikküste“, schilderte Lahmer.

In zwölf Tagen durchquerten sie den heißen und trockenen Busch von Senegal, wo sie schließlich am 23. November, gegen 13.30 das Ziel, das Dorf Mbaling erreichten. „Den Großteil der Reise verbrachten Willi und ich im Freien – auf Wiesen, Feldern und in Wäldern. „Wir schliefen ebenso im Kanalrohr oder unter Brücken.“

5.517 Kilometer legten sie in 199 Gehtagen zurück. Das ergab einen Tagesdurchschnitt von 27,7 Kilometer. 16 Ruhetage entlang der Strecke plus neun Tage Urlaub mit den Familien kamen dazu. In Summe waren sie 224 Tage unterwegs.

Dieser Benefiz-Fußmarsch war der Start zur Gründung der Kinderhilfsorganisation „Dimbale.com – benefits for Kids“. Dimbale heißt helfen.

Insgesamt 12 Mal waren die zwei Männer in Senegal, sie haben 37 Häuser für Familien errichtet. Die Flüge finanzierten sie selbst, sie lebten dort mit den Einheimischen zusammen in ihren Hütten. Die Spenden werden für die Schaffung des Wohnraumes, für Bildung, Brunnenbau und Ernährung verwendet.

„Oft mangelt es an 1,50 Euro für die Kinder zur Schuleinschreibung. Die Kinder lernen sehr gerne und sind wissbegierig“, erfuhren die Zuhörer beim Vortrag, der auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft „Kreis für Pflegende Angehörige“, Rotes Kreuz und dem Selbsthilfeverein für Menschen mit MS und anderen Bewegungseinschränkungen Wienerwald West stattfand.