Florian Frühbeiss: „Immer auf Achse“. Florian Frühbeiss ist viel unterwegs. Seine Lieder, die Einblick in sein Pendlerleben geben, präsentiert er in St. Pölten.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 12. November 2019 (04:18)
Florian Frühbeiss hat viele Auftritte im In- und Ausland. In seine alte Heimat Totzenbach kommt er nach wie vor gern.
Schiffleitner

„Ich hab ein Bett in Hamburg, einen Kühlschrank in Wien, mein Auto steht in Essen, mein Klavier in Berlin“: Mit diesem Text beginnt der erste Solo-Titel des Sängers Florian Frühbeiss und der Primus Big Band.

Der gebürtige Totzenbacher hatte schon immer einen Hang zur Bühne. Er hat Jazz-Gesang studiert und arbeitet mit verschiedensten Bands zusammen, angefangen von der Wolfgang Lindner Band bis zur Broadway Big Band. Jetzt kommt er mit einem Soloprojekt auf die Bühne: „Zwischenzeitnehmer“ ist der Titel des Programms, das er am 30. November in St. Pölten präsentiert.

„Es ist viel Autobiografisches drin"

In den Liedern von Florian Frühbeiss geht es um Episoden aus seinem Leben, um das Umtriebige, um das Wegfahren und Ankommen. Der 44-Jährige ist 2006 nach Deutschland gegangen und pendelt zwischen Deutschland und Österreich, wo seine Lebensgefährtin lebt. Viele hunderte Kilometer ist er unterwegs, um alles, was ihm wichtig ist, unter einen Hut zu bringen. Und darum geht es auch in seinen Liedern: „Es ist viel Autobiografisches drin, vom Leben unterwegs zwischen den Städten, wo meine Kinder wohnen, wo meine Liebste lebt, wo ich arbeite“, erzählt Frühbeiss, der sich selbst als „Zwischenzeitnehmer“ bezeichnet.

Für sein Musikprojekt hat Florian Frühbeiss gemeinsam mit dem Totzenbacher Lorenz Spritzendorfer die Primus Big Band zusammengestellt, in der hochkarätige Musiker spielen: „Das sind liebe Kollegen und Freunde, mit denen ich dieses Projekt auf die Bühne stellen darf“, freut sich Florian Frühbeiss. Seit Mai 2018 wird komponiert, getextet und arrangiert. Zehn eigene Lieder sind entstanden, einige bekannte Nummern wurden umgeschrieben. Und was auch nicht fehlen darf sind Songs von Udo Jürgens und Roger Cicero. „Ich bin ein schwerer Fan dieser beiden Künstler“, erzählt der Sänger.

„Zwischenzeitnehmer“ ist nicht nur der Titel des Konzerts, sondern auch der Titel des geplanten Albums, das im Sommer 2020 erhältlich sein wird.