Region Wienerwald: Ratschen einmal ganz anders. Die Kinder sollen gemeinsam auf dem Balkon oder auf der Terrasse ratschen.

Von Christine Hell. Erstellt am 08. April 2020 (04:10)
Trotz Coronakrise sollen die Ratschen nicht ungenutzt herumliegen.
privat

Die Diözese St. Pölten ermutigt angesichts der Coronakrise Kinder zum Ratschen von zu Hause aus und damit quasi „in Patschen“.

Die Asperhofenerin Elfriede Öllerer hat auf Facebook gelesen, dass es diese Idee gibt. Sie schlägt vor, dass auch in Asperhofen alle, die eine Ratsche haben, zu den üblichen Ratschenzeiten daheim ratschen sollen: „Vom Balkon, von der Terrasse oder von der Haustüre aus.“ Ratschenzeiten sind: Gründonnerstag um 19 Uhr, Karfreitag um 6 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und 19 Uhr, Karsamstag um 6 Uhr und um 12 Uhr. Elfriede Öllerer ist es wichtig, die Traditionen trotz der Pandemie hochzuhalten, denn auch sie ist als Kind mit anderen „Ratschern“ durchs Dorf gezogen. „Und auch unsere Buben waren als Kinder immer mit Freude dabei“, erinnert sich die Asperhofenerin.

Auch einige Kirchstettener Gemeindebürger rufen zum gemeinsamen Ratschen auf. Unter dem Motto „Die Marktgemeinde Kirchstetten ratscht“, sollen alle, die einen Zugang zu einer Ratsche haben, sich auf den Balkon oder in den Garten stellen und ratschen. Beginnen wird es am Gründonnerstag um 18 Uhr, weiter geht es am Karfreitag um 6, 12, 15 und 18 Uhr sowie am Karsamstag um 6 und 12 Uhr.