Thema Diskriminierung: Von einer Neulengbacherin, die ausbricht

Neuer historischer Roman von Clementine Skorpil. Lesungen diese Woche in der Region.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:09
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Clementine Skorpil hat ein Buch über Diskriminierung von Frauen im 18. Jahrhundert geschrieben.
Foto: Detailsinn Fotografie/Teresa Maier-Zötl

„Wo das Licht herkommt“ ist der Titel von Clementine Skorpils historischem Roman, der dieser Tage auf den Markt gekommen ist. Er spielt im 18. Jahrhundert und handelt von der jungen Philippine Moosleitner, die sich als Mann ausgibt, um Diskriminierungen gegenüber Frauen zu entkommen. Sie will nicht in Neulengbach an der Seite eines brutalen Bauern leben, flüchtet vom Hof, kommt zunächst nach Portugal, dann nach China.

Lesungen in Anzbach und Eichgraben

Auf die Frage, wie es ist, ein neues Werk in Händen zu halten, antwortet die Autorin: „Das ist ein unbeschreiblicher Moment. Immerhin war ich mit diesem Buch doch seit 2017 schwanger, damals habe ich begonnen, es zu schreiben, jetzt erst ist es erschienen. Aber jetzt ist es auf der Welt, jetzt muss ich es loslassen, und das ist schön und auch nicht ganz einfach. Ein Anfang und ein kleiner Abschied.“

Die ersten Reaktionen auf den Roman seien durchwegs positiv: „Ich wurde für die Sprache gelobt, auch für die Geschichte. Bei der ersten Lesung im Thalia haben die Leute, die das Buch gekauft haben, beim Signieren gesagt, sie seien ganz tief in die Geschichte eingetaucht“, freut sich die Neulengbacherin.

In der Region findet die erste Lesung am Mittwoch in Maria Anzbach statt. Am Samstag, 16. Oktober um 19 Uhr gibt‘s eine Lesung in der Galerie in Eichgraben. Im März soll das Buch in der Stadtbücherei präsentiert werden.

Clementine Skorpil arbeitet bereits am nächsten Werk, einem Familienroman. Außerdem bringt sie im Herbst noch eine Anthologie mit Kurzgeschichten heraus, gemeinsam mit der niederösterreichischen Autorin Jacqueline Gillespie: „Bitterböse Geschichten“.