Baustellen sorgen für zahlreiche Anrainer-Beschwerden. Umleitungen werden ignoriert, das sorgt für Ärger bei Anrainern.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 13. Juli 2019 (05:21)
Hell
Die Umleitung über Unterdambach ist gut markiert, viele Autofahrer missachten aber die Tafeln.

Bei der Stadtgemeinde häufen sich derzeit die Beschwerden aufgrund der Baustellen. Die Umleitungen führen zu Problemen. „Bei uns geht es zu, das ist arg“, sagt etwa Franz Posch. Grund für seinen Ärger sind die vielen Autos, die plötzlich bis in seine Gasse in Ebersberg kommen.

Beim Billa-Kreisverkehr entsteht wie berichtet ein McDonalds, aufgrund der Errichtung des Linksabbiegers ist die St. Pöltner Straße (L129) halbseitig gesperrt. In dem Bereich gilt eine Einbahnregelung. Die Umleitung scheint für Ortsunkundige ein Problem zu sein.

„Bereits am ersten Tag hab’ ich mich gewundert über das starke Verkehrsaufkommen in der Karl-Deix-Siedlung, wo die Straße bei mir als Sackgasse und als Sandstraße endet“, sagt Franz Posch. Reihenweise würden – größtenteils auswärtige – Autofahrer anstehen: „Wutentbrannt drehen sie um, brausen mit Vollgas die Sandstraße wieder hinauf und hinterlassen eine Staubwolke“, ärgert sich der Neulengbacher.

"Schauen, dass Arbeiten schneller erledigt werden"

Die Umleitung über Unterdambach ist zwar mehrmals angeschrieben, aber nicht alle Autofahrer halten sich daran. Bei der Baustelle ist dann Endstation, aber anstatt umzudrehen fahren manche ortsfremde Autolenker entweder gegen die Einbahn zur B19 oder nehmen die Ebersberger Straße und landen dann eben in der Sackgasse.

Wie Bürgermeister Franz Wohlmuth festhält, gab es bereits Gespräche mit der Straßenenmeisterei und der Baufirma: „Wir schauen, dass die Arbeiten schneller erledigt werden als geplant und dass eine beidseitige Befahrung früher möglich ist.“ Ein bis zwei Wochen könne man gewinnen, hofft Wohlmuth. Für die Sandstraße ist eine Asphaltierung geplant.

Besondere Situation durch zwei große Umleitungen

„Das nächste Problem ist die Baustelle bei der Klosterbergbrücke“, berichtet der Bürgermeister. Die 60 Jahre alte Brücke wird in den kommenden zwei Wochen saniert. Auch dort wurden Fahrverbotstafeln von vielen Verkehrsteilnehmern ignoriert, was zu Aufregung bei den Bewohnern geführt hat. „Es gibt Ausweichmöglichkeiten, aber viele sind in den Bereich hineingefahren, das war für die Bewohner nicht angenehm“, so Wohlmuth.

Seitens der Gemeinde bemühe man sich um eine bessere Beschilderung: „Manchmal stehen die Taferln unglücklich. Die Gemeinde hat die Verpflichtung, die Situation für die Anrainer zu entschärfen.“

Jede Baustelle sei eine Belastung, das bestätigt auch Infrastrukturstadtrat Jürgen Rummel: „Dieses Jahr trifft es uns besonders, weil wir zwei große Umleitungen haben.“ Seitens der Gemeinde sei man aber immer schon im Vorfeld bemüht, alle möglichen Maßnahmen zu setzen, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.