Erster Preis für Kultur der Stadt. Riesig gefreut hat sich Kulturstadtrat Ferdinand Klimka über ein E-Mail, das er am Donnerstag bekommen hat: Denn darin wurde er darüber informiert, dass Neulengbach zur kulturfreundlichsten Gemeinde im ganzen Bezirk St. Pölten erkoren wurde.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 15. Februar 2019 (04:35)
Dietl
Eine von vielen Kulturveranstaltungen im Jahr 2018: Die Performance von Alan O‘ Cain im Rathaussaal mit dem Titel „Death and the Artist“, initiiert von Günter Wagensommerer.

„Ich freue mich persönlich und für die vielen Menschen, die in irgendeiner Form an Kulturveranstaltungen im Jahr 2018 mitgewirkt haben“, betont Klimka.

Die Kulturregion Niederösterreich hat heuer zum zweiten Mal die Wahl zur „Kulturfreundlichsten Gemeinde“ durchgeführt. 140 Gemeinden aus allen Bezirken Niederösterreichs haben sich beteiligt. Bewertet wurden die Bandbreite des Kulturangebots, herausragende Kulturinitiativen sowie die Unterstützung der Kulturschaffenden durch die Gemeinde.

Klimka: „Sehr viel hat sich im Vorjahr getan. Wir hatten Leuchtturmprojekte wie die Komödienspiele, den Neulengbacher Advent, bei dem ja auch Kulturveranstaltungen geboten werden, die Zusammenarbeit mit NÖArt und das Neujahrskonzert der Tonkünstler. Das sind alles Dinge, die jedes Jahr laufen.“ Dazu gab es im Jahr 2018 noch einige weitere Projekte.

„Das war wie ein Selbstläufer, das ist immer mehr geworden.“ Ferdinand Klimka über die Veranstaltungsreihe im Schiele-Jahr

„Klar an erster Stelle steht da das Schiele-Programm. Meine Zielsetzung war es, möglichst viele Neulengbacher Institutionen und Privatpersonen zum Mitmachen zu motivieren.“ Und so hat die Stadtgemeinde anlässlich des 100. Todestages des weltberühmten Künstlers Egon Schiele eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Lesungen, Film und Theater durchgeführt. „Es hat mich sehr gefreut, dass da so viele Leute mitgemacht haben, das ist quasi ein Selbstläufer geworden“, schmunzelt Klimka. Zu dieser Schiele-Reihe kam kurzfristig dann noch die Ausstellung mit Originalwerken aus der Sammlung Gradisch im Museum Region Neulengbach dazu. Um Egon Schiele ging es außerdem noch bei den Ausstellungen von Hannes Etzlstorfer im Gerichtsgebäude und von Harald Wiesleitner in der Galerie am Lieglweg.

Das Kulturleben 2018 wurde in Neulengbach auch durch die Schaffung der Topothek bereichert.

„Ein Super-Projekt, das auch von der Gemeinde getragen wurde, waren auch die Frauenwelten mit dem Stationentheater und den Erzählcafés“, blickt der Stadtrat zurück. Und schlussendlich ist noch die Bühne im Gericht zu nennen: Die private Initiative, die von der Stadtgemeinde unterstützt wird, ist ein maßgeblicher Beitrag zur Belebung des Kulturgeschehens in der Stadt. „Es war immer ein tolles Erlebnis, wenn man den vollen Lengenbacher Saal bei den Veranstaltungen der Bühne im Gericht gesehen hat“, so Klimka, der sich schon auf die Preisverleihung am 26. Februar freut. Was die Stadtgemeinde bekommt, weiß er nicht: „Ich schätze einmal, eine Urkunde.“