Freiwillige für Nationalratswahl gesucht. VP und SP haben schon genug Helfer, bei der FPÖ schaut‘s nicht so gut aus.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 20. Juli 2019 (03:54)
NÖN/APA, APA

SP-Stadträtin Beate Raabe-Schasching hat im Internet einen Aufruf gestartet: Gesucht wurden Helfer für die Nationalratswahl am 29. September. Immerhin müssen für zehn Wahlsprengel und die Gemeindewahlbehörde Beisitzer und Ersatzbeisitzer gestellt werden. „Darüber hinaus haben wir auch drei Wahlzeugen gemeldet“, erklärt Raabe-Schasching.

Der Aufruf war erfolgreich: Drei Freiwillige haben sich gemeldet. Raabe-Schasching: „Insgesamt haben wir 25 Personen als Wahlhelfer und Wahlhelferinnen registriert und können alles abdecken, obwohl ein langjährig tätiges und sehr erfahrenes Ehepaar diesmal ausfällt, weil sein Urlaub bereits gebucht ist.“

„Insgesamt haben wir 25 Personen als Wahlhelfer und Wahlhelferinnen registriert und können alles abdecken"

Die SP sei traditionell verlässlicher Unterstützer der Demokratie: „Wir sehen es als unsere Pflicht an, dafür zu sorgen, dass Wahlen geordnet über die Bühne gehen können.“ Umso ärgerlicher sei es, wenn etwa die Freiheitlichen „zwar bei allen möglichen Themen laut schreien, sich von der Arbeit am Wahltag, die freiwillig und kostenlos erfolgt, aber schrauben“, hält die SP-Politikerin fest. Auch von VP-Seite hat es schon Kritik an der Neulengbacher FP gegeben.

Die Obfrau der Neulengbacher FPÖ kennt die Kritik. Auch ihre Partei werde noch einen Aufruf starten, um Bürger zu motivieren, sich als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Es werde aber immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden, betont Tauber: „„Freiwillige sind herzlich willkommen. Aber den Leuten ist die Freizeit viel wert.“ Und so bezweifelt die Obfrau, dass ihre Partei diesmal genug Freiwillige finden wird, die den 29. September in einem Wahllokal in Neulengbach verbringen werden.

Die ÖVP, die zahlenmäßig das meiste Personal für die Nationalratswahl stellen muss, hat bereits alles unter Dach und Fach. Bürgermeister Franz Wohlmuth bestätigt aber, dass es immer schwieriger wird, Leute zu finden. Klar sei, dass die Stadt- und Gemeinderäte stark vertreten seien: „Das sehe ich als Pflicht, wenn jemand Vertreter in einer Gemeinde ist, kann er nicht sagen, die Demokratie interessiert mich nicht. Dann müsste ich sagen, Deine Kandidatur interessiert mich auch nicht.“