Neulengbach

Erstellt am 05. Februar 2019, 05:39

von Renate Hinterndorfer

Hochbehälter für Wasserversorgung wird teurer. Bau am Kleebühel kostet um 200.000 Euro mehr als geplant.

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Zu Preiserhöhungen und zeitlichen Verzögerungen kommt es beim Bau des Hochbehälters Kleebühel.

Wie berichtet ist der Hochbehälter, der 1966 eröffnet wurde, hygienetechnisch nicht mehr am Stand der Technik, im Herbst des Vorjahres sollte mit dem Bau des neuen Hochbehälters begonnen werden. „Wir haben gedacht, wir können beginnen, der Grundsatzbeschluss war ja schon gefasst, aber aufgrund der wasserrechtlichen Genehmigungen hat es länger gedauert“, informierte Stadtrat Jürgen Rummel im Gemeinderat.

Zur Projektverzögerung kommen jetzt auch noch wesentlich höhere Kosten. Ursprünglich war man von etwa 500.000 Euro ausgegangen. „Das war die erste Kostenschätzung. Jetzt liegen wir bei über 700.000 Euro“, berichtete Rummel. Das hänge damit zusammen, dass der Wasserbehälter nicht wie ursprünglich geplant 300 Kubikmeter umfasst, sondern 500 Kubikmeter. Außerdem sind Kosten für die Erneuerung der EDV dazugekommen. Was laut Rummel ebenfalls zu höheren Kosten beiträgt, ist die wirtschaftliche Lage in der Baubrache: „Die Preise sind gestiegen, wir haben sehr hohe Angebote.“

Der Infrastrukturstadtrat hofft jedenfalls, dass der Bau heuer umgesetzt werden kann.

SP-Stadträtin Beate Raabe-Schasching betonte, dass der erste Hochbehälter auf dem Kleebühel ein Jahrhundert-Projekt gewesen sei: „Es war 1963 Bürgermeister Karl Deix, der das für die Bevölkerung von Tausendblum umgesetzt hat.“ Die Tafel, die an die Erbauer erinnert, solle erhalten bleiben, so der Wunsch der Stadträtin: „Ich hoffe, dass bei der Neuerrichtung des Hochbehälters nicht wieder ein Stück Geschichte Tausendlums entsorgt wird“, betonte Raabe-Schasching in Anspielung auf die Tausendblumer Ortstafeln, die durch Neulengbach-Schilder ersetzt wurden.

Im Gemeinderat wurden die Auftragsvergaben einstimmig beschlossen. Baumeisterarbeiten um rund 520.000 Euro übernimmt die Firma Swietelsky, Schlosserarbeiten (rund 92.000 Euro) die Firma Meisl. Die Firma Landsteiner bekommt den Zuschlag für die Elektrikerarbeiten (55.000 Euro). Die Dichtheitsprüfung (5.000 Euro) übernimmt die Firma Kanalpartner. Mit der Materiallieferung (knapp 4.000 Euro) werden ÖAG und Lagerhaus Amstetten beauftragt.