Internet-Kriminalität weiterhin Thema Nummer eins. Internet-Kriminalität ist nach wie vor Thema Nummer eins bei der Polizei. Einbrüche gingen im Rayon weiter zurück.

Von Beate Riedl. Erstellt am 14. Februar 2020 (03:14)
Der Neulengbacher Inspektionskommandant Helmut Summer (sitzend) zog Bilanz über das Jahr 2019. Im Bild mit seinen Kollegen Michael Letschka, Florian Fuchs und Kristian Redzaj.
Beate Riedl

„Hallo, ich bin’s, erkennst du mich nicht?“ „Hier spricht die Polizei, es gab einen Unfall, sie müssen Kaution bezahlen.“ Betrügereien via Telefon und auch via Internet gehören zum Alltag der Polizei. „Jeden Tag gibt es mindestens eine Anzeige“, berichtet Inspektionskommandant Helmut Summer. Teils seien Schäden entstanden, teils rufen die besorgten Bürger an, um die Exekutive über Versuche zu informieren. Deshalb sei auch die Zahl der Verbrechen und Vergehen gestiegen. 2018 waren es 400, 2019 gleich 435.

Summer warnt vor derartigen Betrugsmaschen und bittet kein Geld zu überweisen: „Die Polizei verlangt keine Kaution.“ Und: Wenn es um Angehörige geht, sollte man sich direkt mit diesen in Verbindung setzen. Da vorwiegend ältere Menschen Opfer von Betrüger seien, sei es wichtig, diese zu sensibilisieren und aufzuklären.

Gestiegen ist im Vorjahr auch die Zahl der Wegweisungen wegen Gewalt in der Familie. Kam es 2018 zu acht Wegweisungen, waren es im Vorjahr gleich mit 16 doppelt so viele.

Die Verwaltungsanzeigen, dazu zählen Schnellfahren, die Nichteinhaltung von Meldepflichten, Lärmbelästigung oder Falschparken, sind mit 1029 nahezu gleich geblieben (2018: 1.050).

Gesunken ist im Rayon der Polizei Neulengbach hingegen die Zahl der Einbrüche. Sieben vollendete Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser und zwei Versuche wurden angezeigt (2018: 20 Einbrüche, 11 Versuche), einer davon konnte geklärt werden. Firmeneinbrüche gab es 2019 acht, bei drei blieb es bei Versuchen, ein versuchter Einbruch konnte geklärt werden (2018: 8, 1 Versuch). Acht weitere Einbrüche – etwa in Baustellencontainer oder aufgebrochene Fahrräder – scheinen ebenso in der Statistik 2019 auf.

Mehr Alkotests, weniger Alkolenker

Leicht gesunken ist auch die Zahl der erwischten Alkolenker von 49 auf 40, die Zahl der durchgeführten Alkotests wurde aber gesteigert von 921 auf 1.161. Die Suchtgiftanzeigen wegen Konsums und Weitergabe blieben in den vergangenen beiden Jahren nahezu gleich mit 26 Anzeigen.

Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden blieb fast gleich. 2019 gab es 40 Verletzte bei 35 Unfällen (2018: 41 Verletzte bei 36 Unfällen). Ein Mann ist 2019 einige Tage nach einem Unfall seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen. Unfälle mit Sachschaden – dazu zählen auch Parkschäden – gab es 321 (2018: 273).

Fast gleich blieb auch die Zahl der ausgestellten Organmandate, 1909 Strafzettel wurden von den Beamten verteilt (2018: 1.911).