Mit dem Oldtimer durch die Sahara. Sabine Buchta und Peter Unfried sind wieder on tour. Erste Stationen: Marokko und Mauretanien.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 08. Januar 2019 (04:38)

„Juhu! Wir sind wieder unterwegs!“, jubeln Sabine Buchta und Peter Unfried. Sie haben ihren Reisewagen, den Oldtimer „August“, wieder angelassen und sind derzeit in Marokko unterwegs.

Der Anfang der Reise war nicht ganz entspannt: Der gute alte August, ein zu einem rollenden Häuschen umgebautes Feuerwehrfahrzeug der Marke Mercedes, Baujahr 1966, musste noch auf Vordermann gebracht werden. „Die Reparatur- und Servicearbeiten waren intensiver als wir dachten, vor allem die durch die Salzstreuung verursachten Rostschäden waren enorm“, erzählt Sabine Buchta. Doch dank so mancher Nachtschicht schafften die beiden Neulengbacher den Absprung zur Fähre nach Genua rechzeitg. Seit etwa sieben Wochen sind sie jetzt unterwegs.

„Die Sterne sind zum Greifen nah und in einer Nacht regnete es förmlich Sternschnuppen auf uns herab.“

„Marokko ist ein einfaches Reiseland, reich an Kultur, abwechslungsreichen Landschaften und netten Menschen. Und ein Schlemmerparadies“, schwärmen die beiden Weltenbummler. Sie erlebten in der Sahara sonnige, heiße Tage und kalte, sternenklare Nächte. „Die Sterne sind zum Greifen nah und in einer Nacht regnete es förmlich Sternschnuppen auf uns herab.“ Derzeit sind die zwei Afrika-Fans in Dakhla, der südlichsten Stadt Marokkos, dann geht es weiter Richtung Süden. „Dakhla ist der letzte Versorgungsstopp vor Mauretanien. Wir werden noch Obst und Gemüse einkaufen, denn das ist in Mauretanien Mangelware. Und außerdem werden wir Augusts Dieseltanks füllen, denn der Treibstoff ist hier aufgrund von Steuer- und Zollfreiheit deutlich billiger“, berichtet Peter Unfried.

Die weitere Reiseroute in Westafrika ist noch offen. „Es gibt einige Länder, die wir besuchen wollen, die momentan politisch stabil sind“, sagt Sabine Buchta und nennt Gambia, Guinea, Guinea Bissau, Liberia, Sierra Leone und die Elfenbeinküste als Beispiele. „Wir werden alles auf uns zukommen lassen und uns treiben lassen“. Dabei wollen sich die weit gereisten Neulengbach an diesem Sprichwort orientieren: „Wer kein genaues Ziel hat, der kann sich auch nicht verfahren.“

„Wer kein Ziel hat, kann sich nicht verfahren“

Es ist für das Duo bereits die vierte große Reise mit „August“. Los ging es 2006: Mit ihrer Afrika-Tour erfüllten sich Sabine Buchta und Peter Unfried einen Kindheitstraum. Zweieinhalb Jahre waren sie auf dem „schwarzen Kontinent“ unterwegs. Die zweite Tour führte sie nach Asien und dauerte eineinhalb Jahre. Fünf Monate Marokka standen dann 2017/2018 auf dem Programm.