Nach Anrainerbeschwerden: Lösung für 30er-Zone. Der Rechtsvorrang in Ebersberg wird wieder geändert, das Tempolimit bleibt allerdings.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 19. November 2019 (03:59)
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Die 30er-Zone in Ebersberg sorgte für Anrainerbeschwerden. Etwa 400 Unterschriften wurden gesammelt, eine andere Lösung wurde gefordert.

Nach einer Verkehrsverhandlung mit einem Sachverständigen gab es eine Entscheidung: Tempo 30 bleibt, der Rechtsvorrang bleibt nicht.

SP-Stadträtin Beate Raabe-Schasching, die sich für eine Änderung eingesetzt und selbst Unterschriften gesammelt hat, erklärt gegenüber der NÖN: „Es hat eine Besprechung gegeben, welche der vom Experten vorgeschlagenen Möglichkeiten nun umgesetzt werden sollen. Wir haben uns dafür entschieden, dass es an den gefährlichsten Kreuzungspunkten wieder einen Nachrang für den aus Nebenstraßen einmündenden Verkehr geben soll.“

Infrastruktur-Stadtrat Jürgen Rummel (VP) führt aus, dass es nicht einfach gewesen sei, eine Lösung zu finden: „Es wurde jede Kreuzung begutachtet. Bei sieben Kreuzungen gibt es Stop-Tafeln, bei der Kreuzung Wimmergasse gibt es eine Vorrang-Geben-Tafel.“ Die bei der Umstellung auf die 30er-Zone abmontierten Verkehrsspiegel wurden nach Anrainerbeschwerden wieder aufgestellt.

Jürgen Rummel betont, dass ihm wichtig war, dass Tempo 30 bleibt: „Ich wollte keinen 40er, sonst bekommen wir einen Fleckerlteppich, das wollte ich vermeiden.“ Ob die Situation jetzt für alle Betroffenen zufriedenstellend sei, kann Rummel nicht sagen: „Wir sind dem Wunsch der Anrainer nachgekommen. Jedem kann man es nicht recht machen. Aber ich denke, es ist eine ganz gute Lösung.“ Der VP-Stadtrat befürchtet allerdings, dass sich aufgrund der geänderten Vorrangregeln viele Autofahrer nicht ans Tempolimit halten werden. Auf längere Sicht seien vielleicht bauliche Maßnahmen zielführend, um Raser im Bereich Ebersberg zu bremsen.