Neulengbach

Erstellt am 05. Februar 2019, 04:28

von Christine Hell

Hohe Auszeichnung für Tibetschule. Der Neulengbacher Raffael Sterkl freut sich über die Würdigung „seines“ Schulprojektes in Nordindien.

Der Neulengbacher Raffael Sterkl ist Obmann der Tibethilfe Niederösterreich. Viel Zeit und Herzblut sind in das Schulprojekt „Rewa High School for Girls“ geflossen, das nun eine Auszeichnung erhielt.  |  privat

Die beiden Neulengbacher Raffael Sterkl und seine Partnerin Gerlinde Dombrowski sind außer sich vor Freude und Stolz, eine sensationelle Nachricht hat sie aus dem fernen Indien erreicht: „Der Verein Tibetfreunde hat mit der Förderung der Rewa Schule den Child Welfare Award of India gewonnen! Dieser großartige Erfolg, der noch unmessbare weitere Wellen schlagen wird, ist nur durch Unterstützung der Tibethilfe Österreich und Schweiz möglich geworden“, ist der Neulengbacher und Obmann der Tibethilfe Niederösterreich völlig aus dem Häuschen.

Chance auf Bildung für 100 Schülerinnen

Raffael Sterkl kann sich noch sehr gut daran erinnern, als er vor vielen Jahren mit Gerlinde Dombrowski und mit Tashi Namgyal, dem Leiter der Rinchen Zangpo Society, auf der Schulveranda in Tashi Jong gesessen ist und sie sich über eine mögliche Verwirklichung einer derartig revolutionären Schule unterhalten haben. Die Schule in den Bergen von Spity Valley in Nordindien sollte 100 Flüchtlingsmädchen aus Tibet die Chance auf Schulbildung gewähren.

„Es ist kaum zu glauben, was da gerade passiert ist. Ich finde momentan keine Worte für diese Erfolgsmeldung.“ Raffael Sterkl, Obmann der Tibethilfe Niederösterreich

Raffael Sterkl und seine Partnerin waren anschließend wochenlang in Spity Valley, haben Schülerinnen unterrichtet, Hochbeete gebaut und haben über Jahre gemeinsam mit der Tibethilfe Spenden für den Schulbau zusammengetragen.

Die „Rewa High School for Girls“ mit angeschlossenem Internat wurde schließlich unter tatkräftiger Mithilfe von Eltern der zukünftigen Schüler erbaut und konnte vor drei Jahren eröffnet werden (die NÖN hat mehrmals berichtet).

Der Dalai Lama zeichnete Tashi Namgyal, den Leiter der Rinchen Zangpo Society, der das Konzept der Schule in Spiti geplant hat, mit dem Hero of Compassion Award in San Francisco aus.  |  privat

Nach den vielen Anstrengungen ist die Freude über die Anerkennung natürlich riesengroß, Raffael Sterkl hat am Donnerstag in einer Mailnachricht von dieser Sensation erfahren und er freut sich: „Wir haben gemeinsam eine von fünf Schulen errichtet, die heute an erster Stelle in Indien steht. Alle Zeitungen, Fernsehsender und soziale Netzwerke titelten von diesem noblen Projekt am Dach der Welt und vom Land der Götter Spiti Valley.“

Diese Auszeichnung wird vom Ministerium for Children and Woman Development ausgegeben. Für derartige Auszeichnungen bewerben sich unvorstellbar viele Projekte, heuer wurden sogar 900 Projekte eingereicht. Tashi Namgyal ist für seine Projektarbeit auf den ersten Platz gelistet worden.

Raffael Sterkl: „Meine Glückwünsche wenden sich an alle, die an unser gemeinsames Projekt geglaubt haben und für Unterstützung gesorgt haben.“