Stadterneuerung: "Es war ein Wechselspiel“. Viele Projekte sind erledigt. Bürgerbeteiligung hätte stärker sein können.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 09. Januar 2019 (04:50)
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Das neue Logo war ein Projekt der Stadterneuerung.

Fünf Jahre Stadterneuerung sind vorbei, jetzt wird Bilanz gezogen: „Es war ein Wechselspiel, so wie es halt im Leben ist“, stellt Bürgermeister Franz Wohlmuth fest. Es habe Phasen gegeben, wo es mühsam gewesen sei, aber insgesamt sei die Aktion ein Erfolg gewesen. „Die Bürgerbeteiligung war am Anfang gut, es hat viele neue, erfrischende, positive Ideen gegeben. Nach ein, zwei Jahren gab es einen Hänger, da ist nicht viel weitergegangen, aber dann sind die Projekte gut gegangen.“

Skaterplatz, Beachplatz und die lang ersehnte Bibliothek wurden realisiert. Die Stadteinfahrt am Klosterberg wurde erneuert, das Rathaus barrierefrei umgebaut, das Bürgerservice verbessert. „Im Kulturbereich ist vor allem der Lengenbacher Saal zu nennen. Mit der neuen Technik kann man jetzt gute Veranstaltungen machen“, ist Wohlmuth zufrieden. Auch die
Positionierung der Stadt mit ihrer neuen Marke sei ein gutes Projekt gewesen, bei dem sehr konstruktiv zusammengearbeitet worden sei, so Wohlmuth.

Auch für Stadterneuerungsbetreuer Daniel Brüll ist die Entwicklung der Neulengbacher Stadtmarke ein besonderes Projekt: „Das war wirklich vorbildhaft.“

„Die Bürgerbeteiligung war am Anfang gut, es hat viele neue, erfrischende, positive Ideen gegeben. Nach ein, zwei Jahren gab es einen Hänger, da ist nicht viel weitergegangen, aber dann sind die Projekte gut gegangen.“

Insgesamt habe man viel weitergebracht, die Zeit sei lehrreich für alle gewesen, so Brüll, der die Arbeit der Gemeinde und der Verwaltung lobt. Verbesserungspotential sieht er in der Öffentlichkeitsarbeit. Auch bei der Bürgerbeteiligung wäre mehr drin gewesen, meint der Regionalbetreuer: „Da hätte ich mir noch ein bissl mehr Engagement gewünscht. Aber es wird immer schwieriger, Menchen zu bewegen, das ist ein Zeichen der Zeit.“

Insgesamt seien die fünf Jahre Stadterneuerung in Neulengbach aber ein großer Erfolg gewesen, so Brüll. Er verweist darauf, dass nicht nur eine große Anzahl geförderter Projekte umgesetzt wurde, sondern dass auch etliche Impulsprojekte in der Stadterneuerungsphase entstanden sind, so zum Beispiel das EKIZ: „Das ist ein tolles soziales Projekt, das über den Arbeitskreis Soziales entstanden ist und dann über die Leader-Region gefördert wurde.“

Die endgültige Abrechnung liegt noch nicht vor, weil die Neugestaltung des Kriegerparks erst in die Realisierungsphase geht. Bürgermeister Wohlmuth: „Bis jetzt haben wir etwa 500.000 Euro zusätzliche Fördermittel lukriert. Es hat sich also gelohnt. Da kann man manchen Ärger in Kauf nehmen.“