Stadtgemeinde sucht weiter nach einem neuen Finanz-Chef. Stadtgemeinde schreibt Posten bereits zum dritten Mal aus. Gerüchte, dass sich Vizebürgermeister bewirbt, stimmen nicht.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 18. September 2019 (03:46)
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Alois Heiss dementiert, dass er sich bewerben möchte.

Im Vorjahr sollte die Stadtgemeinde einen neuen Finanzdirektor bekommen. Nachdem der frühere Leiter der Buchhaltung in Pension ging und aus einer geplanten internen Nachbesetzung nichts wurde, wurde der Posten ausgeschrieben. Doch weder bei der ersten noch bei der zweiten Ausschreibung wurde ein passender Finanzdirektor gefunden. Jetzt ist die Position zum dritten Mal ausgeschrieben.

In der Stadt kursieren Gerüchte, dass VP-Vizebürgermeister Alois Heiss Interesse an dem Posten hätte und sich bewerben möchte. Der sagt aber: „Das schließe ich aus. Ich habe einen anderen tollen Job.“ Alois Heiss ist Betriebswirt, er war früher Geschäftsführer bei Rehau und dann im Gesundheitsresort Salzerbad. Seit Juni ist er in der Steuerberatungskanzlei seines Bruders Raimund Heiss beschäftigt.

„Ich berate Gemeinden in betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten und das gefällt mir sehr. Schade, dass ich das nicht schon früher gemacht habe“, sagt Alois Heiss. Nachdem er viel Erfahrung als Betriebswirt und langjährige Erfahrung als Gemeindepolitiker hat, passe die neue Aufgabe perfekt: „Außerdem lernt man viel über andere Gemeinden und deren Probleme, das ist spannend.“

Bewerbungsfrist bis Ende September

In der Stadtgemeinde Neulengbach läuft jetzt bis Ende September die Bewerbungsfrist für einen neuen Finanz-Chef. Derzeit hat Stadtamtsdirektor Leopold Ott diese Funktion inne. Auf die Frage, warum bis jetzt kein Kandidat gepasst hat, antwortet Ott: „Zum Teil ist es ein Mangel an Qualität, zum Teil sind die Gehaltsforderungen zu hoch.“ 20 Interessenten hätten sich bei den beiden ersten Verfahren gemeldet, die meisten hätten es nicht in die zweite Runde geschafft, berichtet Ott.