Advent 2021 in der Wienerwald-Region: „Zeit, zur Ruhe zu kommen“

Mit Beleuchtung und Dekoration wird für vorweihnachtliche Stimmung gesorgt.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:29
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8242043_wwa48nb_advent_rummel_pfarrer_c_privat.jpg
Der Neulengbacher Bürgermeister Jürgen Rummel und Pfarrer Boguslaw Jackowski nach der Adventkranzweihe
Foto: privat

Auch wenn die Adventveranstaltungen abgesagt werden mussten: Vorweihnachtliche Stimmung soll dennoch aufkommen. In den Gemeinden erstrahlt die Weihnachtsbeleuchtung, und auch Adventkränze dürfen nicht fehlen.

Bewegter Adventkalender als Anzbacher Unikat

In Maria Anzbach gibt es wieder einen bewegten Adventkalender, bei dem 24 Familien mitwirken. „Diesen Pfad gibt es, sonst gibt es nichts“, sagt Bürgermeisterin Karin Winter. Jeden Tag wird sich ein Fenster entlang des historischen Rundganges durch den Ortskern öffnen. Auch in Eichgraben gibt es wieder eine Adventfenster-Aktion ab 1. Dezember.

In der Stadtgemeinde Neulengbach gibt es wieder einen großen Adventkranz, auch Christbäume wurden aufgestellt. „Es gibt auch wieder den Fotopoint der Aktiven Wirtschaft, und die Auslagen wurden schön dekoriert“, informiert Stadträtin Maria Rigler.

Auch im privaten Bereich laufen die Vorbereitungen für Weihnachten. „Bei uns ist die Adventzeit immer sehr familiär“, erzählt der Neulengbacher Bürgermeister Jürgen Rummel. Das Haus der Familie ist schon weihnachtlich geschmückt: „Meine Frau ist da sehr kreativ, und ich habe damit auch eine Freude“, so Rummel.

Weihnachtsgeschichten werden gelesen, und Nikolaus und Krampus kommen zu Besuch. „Im kleinen Rahmen“, betont Rummel. In Zeiten des Lockdowns kehre ein bisschen Ruhe ein, weil viele Veranstaltungen abgesagt wurden. Einen Weihnachtsmarkt würde der neue Stadt-Chef aber auch heuer gern besuchen.

Auch Roswitha Hollaus liebt es, bereits in der Vorweihnachtszeit ihr Daheim festlich zu schmücken. „Das schafft eine wunderbare Weihnachtsstimmung im ganzen Haus und in der Familie“, sagt die Gebietsbäuerin.

440_0008_8241630_wwa48regionadventhollaus_c_hell.jpg
Roswitha Hollaus hat ihr Daheim bereits weihnachtlich dekoriert.
Foto: Christine Hell

Nicht nur ein großer Adventkranz schmückt das Haus, auch der Bereich beim Hauseingang wird von ihr liebevoll mit Reisig, bunten Kugeln und Bockerln schön weihnachtlich hergerichtet. „Das wirkt einladend und erfreut uns und unsere Besucher“, sagt sie. Und je früher man das mache, umso länger habe man Freude daran, „und die Arbeit zahlt sich auch aus.“

Auf dem Hof von Familie Hollaus war der Bauernadvent des Bauernbundes Raipoltenbach geplant, dieser musste abgesagt werden. Stattfinden wird die „Adventroas“ in Raipoltenbach, Weiding, Obereichen, Mosletzberg, Alt-Anzing, Berging, Langenberg und Herbstgraben.

„Adventroas“ in den Dörfern

Die Bewohner schmücken ein Fenster ihres Heimes und beleuchten es vom Einbruch der Dunkelheit bis 22 Uhr, und das bis zum 6. Jänner. Bei einem abendlichen Spaziergang kann man die Fenster besichtigen. Am 24. Dezember kann bei Familie Hubauer schon ab 10 Uhr vormittags eine große Krippe im Eingangsbereich zur ehemaligen Gaststube bewundert werden.

„Der Advent sollte eine ruhigere Zeit sein. Man versucht natürlich, ein bissl Tempo rauszunehmen, aber momentan bin ich eher fremdbestimmt“, sagt Bezirkshauptmann Josef Kronister.

Bei ihm und seinen Mitarbeitern richte sich der Advent nach der Corona-Entwicklung. Aufgrund des Lockdowns könnten die nächsten Tage vielleicht ruhiger werden, so Kronister. Er hört von vielen Leuten, dass die Einkaufshektik ein bisschen gebremst ist: „Das ist zwar für den Handel schlecht, aber für den Einzelnen vielleicht eine Chance, zur Ruhe zu kommen.“

Umfrage beendet

  • Haben Traditionen im Advent für euch eine Bedeutung?