Besonderes Hobby: Über 500 Kaffeekannen gesammelt. Anna Kuderer hat vor rund 40 Jahren ihre Liebe zu Kaffeekannen entdeckt. Viele Stücke fand sie auf Flohmärkten, viele wurden der Ollersbacherin zum Geschenk gemacht.

Von Christine Hell. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:58)
Anna Kuderer hat vor 40 Jahren mit dem Sammeln von Kannen begonnen. Die verschiedensten Stücke werden in extra angefertigten Regalen aufbewahrt.
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Schlanke, bauchige, hohe, niedrige, gepunktete, gestreifte, unifarbene und mit allerlei Blumenmuster oder mit Goldrand verzierte Kaffee-und Teekannen reihen sich in unglaublicher Anzahl bei Familie Kuderer an den Regalwänden. Keine gleicht der anderen.

Gleich im Vorzimmer steht ein voller Regalkasten, in der Essecke sind die Schränke rundum in Zweierreihen fein säuberlich mit Kannen bestückt, genauso wie die Etagen des Kachelofens im Wohnzimmer. „So circa 100 Stück befinden sich hier im Wohnbereich, für die NÖN habe ich sie extra abgezählt“, schmunzelt Anna Kuderer. Die übrigen 400 Porzellan-und Steingutgefäße sind im „Kannenzimmer“ zu bewundern, Reihe an Reihe, an zwei Wänden, von oben bis unten. „Mein Mann Leopold hat mein Hobby immer gutgeheißen und mich unterstützt, er hat Zug um Zug die erforderlichen Regale dafür befestigt“, ist die Ollersbacherin stolz. Wie kam es zur Sammelleidenschaft?

„Vor circa 40 Jahren ist meine Mutter in eine andere Wohnung gezogen, da blieb eine ganz besondere Kaffeekanne da, die ein Asperhofener Künstler für meine Mutter gemalt hatte.“

Die 79-Jährige schildert: „Vor circa 40 Jahren ist meine Mutter in eine andere Wohnung gezogen, da blieb eine ganz besondere Kaffeekanne da, die ein Asperhofener Künstler für meine Mutter gemalt hatte.“ Von da an habe sie auf Flohmärkten ihr Augenmerk auf Kaffeekannen gerichtet und hat da und dort eine gekauft. Die Sammelleidenschaft wurde schließlich auch von Freunden, Bekannten und Verwandten entdeckt, und Anna Kuderer wurde immer wieder mit allerlei Porzellanstücken beschenkt. „Manchmal bekam ich gleich einen Karton voll, der ab und zu auch als Überraschung vor meiner Haustür stand“, berichtet die Sammlerin.

Ganz besondere Freude bereiten ihr die Stücke, die für sie persönlich angefertigt oder bemalt wurden: „Von meiner Nachbarin bekam ich die mit den Blumenranken, sie hat sie für mich zu einem besonderen Anlass bemalt“, zeigt Kuderer auf das Stück im Essraum. Jetzt sammle sie nur mehr wenig, „weil der Platz fehlt.“

Noch keine einzige Kanne ging zu Bruch

Immer wieder müssen die 500 Kannen abgestaubt oder abgenommen und gewaschen werden. „Früher habe ich das selbst erledigt, heute machen das meine vier Töchter. Da darf ich nur dasitzen und zuschauen“, lächelt sie. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, und bisher ist auch noch keine einzige der Stücke zu Bruch gegangen.

„Irgendwann, wenn mein Enkelkind den Platz braucht, werde ich meine Sammlung einem guten Zweck zukommen lassen, vielleicht der Kinder-Krebsforschung“, mutmaßt Kuderer und es ist nicht zu übersehen, wie schwer der 79-Jährigen alleine der Gedanke daran der fällt.

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