Argentinier radelt quer durch Europa. Guido Franco Ferrari aus Argentinien ist mit dem Rad unterwegs, er malt dort und da und stellt die Bilder im Louvre aus.

Von Christine Hell. Erstellt am 18. August 2019 (03:29)
Hell
Guido Ferrari radelte durch Böheimkirchen.

Schwer beladen radelte ein junger Mann durch Böheimkirchen. „Ich bin auf dem Weg nach Paris“, erklärte Guido Franco Ferrari, als ihn die NÖN-Mitarbeiterin stoppte. Der Argentinier ist von Island aus durch Schweden, Dänemark, Deutschland und die Slowakei nach Österreich gelangt, am Mittwoch radelte Guido Franco Ferrari auch durch Neulengbach.

Spätestens Mitte Oktober will der 24-jährige Künstler in Paris ankommen, denn von 18. bis 20. Oktober möchte er seine Werke in der Ausstellung „Carrousel du Louvre“ ausstellen.

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Der Argentinier beim Malen in der Natur.

Der junge Argentinier ist Freiluftmaler. Wo immer es ihm besonders gefällt, stoppt er die Fahrt, nimmt die Staffelei vom Gepäcksträger und fertigt ein neues Kunstwerk an. Etwa 30 Werke hat der aus Patagonien stammende junge Mann bereits gemalt. Manchmal verkauft er auch gleich ein Kunstwerk vor Ort: „Drei habe ich in Island verkauft, eines in Norwegen und eines in Wien, das hilft mir, meine Fahrt weiter zu finanzieren.“

Smartphone verloren und wieder gefunden

Übernachtet wird im Zelt. Das rasch hereinbrechende Gewitter am Mittwoch hätte ihn beinahe alle Pläne und Kunstwerke zerstört, sein Zelt wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.

Was ihm ganz besonders an Europa und speziell in Österreich gefällt? „Jeder Ort hat etwas ganz Magisches, ich habe viele wunderbare Orte und Städte gesehen und es ist wunderschön hier“, berichtet Guido Franco Ferrari und er sagt, er sei schon sehr gespannt auf die Überquerung der Alpen, er habe ja nur ein Dreigang-Citybike...

Einen kleinen „Herzstillstand“ habe er auch schon gehabt, auf der Strecke von Wien nach Neulengbach, schildert Ferrari, „meine auf dem Gepäcksträger montierte Tasche mit dem Smartphone war nicht mehr da.“ Hastig machte er kehrt und radelte viele Kilometer zurück in der Hoffnung, das wertvolle Kommunikationsgerät, auf dem noch dazu alle Fotos der Reise gespeichert waren, wieder zu finden. „Kurz vor Wien lag das Gepäcksstück am Straßenrand, ich war glücklich“, erzählt der junge Mann. Er freut sich schon sehr auf Paris: „Das ist eine internationale Kunst-Ausstellung mit vielen, auch sehr bekannten Künstlern.“