Aktion scharf gegen die Moped-Raser. Jugendliche fühlen sich durch Kontrollen schikaniert. Die Polizei kontert: „Wir gehen Lärm-Beschwerden auf den Grund und führen Schwerpunktaktionen durch.“

Von Beate Riedl. Erstellt am 23. Juli 2019 (04:37)
Symbolbild

Es ist ein erster Schritt in Richtung mobiler Freiheit, wenn Jugendliche mit 15 Jahren mit ihren Mopeds unterwegs sein dürfen. Doch die Freude am Mopedfahren dürfte so manchen Jugendlichen in der Region vergangen sein.

„Freunde wollen gar nicht mehr mit dem Moped fahren, weil sie sich nicht mehr trauen“

Sie fühlen sich durch Kontrollen der Polizei „schikaniert“, wie ein verärgerter Jugendlicher erzählt: „Wir werden ständig kontrolliert, manche sogar mehrmals in der Woche“, zeigt er sich frustriert. „Freunde wollen gar nicht mehr mit dem Moped fahren, weil sie sich nicht mehr trauen.“

Dass die Kontrollen keine Schikane, sondern reine Routine sind, wird von der Polizei festgehalten. Denn es gebe immer wieder Beschwerden aus der Bevölkerung, unter anderem wegen Lärm, wenn Mopedlenker etwa in der Park- und Rideanlage in Neulengbach ihre Runden ziehen, ein paar Quietscherl in Neu stift-Innermanzing machen oder die Motoren spät nachts aufheulen lassen.

Kontrolle: Moped mit 108 km/h

Derzeit sei der Mopedrolltester in der Region stationiert, um Schwerpunktkontrollen durchführen zu können. „Einige Mopedlenker sind schneller unterwegs, als die Polizei erlaubt“, berichtet ein Polizist. „Highlight“ war ein Moped, das 108 Stundenkilometer bei der Kontrolle auf die Walze brachte.

Zudem habe es auch Fälle gegeben, bei denen Mopedlenker der Polizei davongefahren oder die Kennzeichen abgeklebt gewesen wären.