Nach "Ibiza-Gate" ortet FP-Bezirkschef Zusammenhalt. Bezirks-Chef Königsberger ortet nach den Vorfällen an der Spitze Zusammenhalt in der Partei.

Von Renate Hinterndorfer und Nadja Straubinger. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:26)
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FP-Bezirksparteiobmann Erich Königsberger merkt einen Zusammenhalt innerhalb der Partei.

„Es war schon schockierend“, sagt der Neulengbacher FP-Gemeinderat Florian Lang über das Ibiza-Video mit H.C. Strache und Johann Gudenus: „Da waren schon einige Dinge drin, die nicht gesagt hätten werden dürfen.“

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Neulengbachs FP-Gemeinderat Florian Lang hoffte, dass die Regierung hält.

Als er am Freitag die Bilder sah, sei er vollkommen überrascht gewesen. Und es sei ihm relativ rasch klar gewesen, dass es zu Rücktritten kommen werde. Lang hatte aber gehofft, dass die Regierung mit anderen Personen fortgeführt wird.

„Was in den vergangenen Monaten passiert ist, war ja nicht schlecht. Es hat sich viel in Richtung Reform getan. Ob das nach Neuwahlen so bleibt, bezweifle ich.“ Innerhalb der Partei müssten jetzt jedenfalls einige Personen ausgetauscht werden. Neue Köpfe müssten an die Spitze, ist Lang überzeugt.

„Nach den Videos wurden die richtigen Schritte gesetzt mit den sofortigen Rücktritten"

FP-Bezirksobmann Erich Königsberger sagt: „Nach den Videos wurden die richtigen Schritte gesetzt mit den sofortigen Rücktritten. Die FPÖ insgesamt sehe ich nicht gefährdet, weil wir in Niederösterreich immer ehrliche Politik gemacht haben.“ Die Motivation sei ungebrochen: „Wir haben nicht unbedingt die größte Freude mit den Vorfällen, aber der Grundkonsens ist, dass alle zur Partei halten. Den Fall kann man ohnehin nicht verallgemeinern auf alle Funktionäre.“

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