Erstellt am 17. Juli 2018, 06:00

von Renate Hinterndorfer und Bernadette Trubel

Rekord: „Die Bücherei boomt“. Viele Besucher konnten in den heimischen Bibliotheken im Vorjahr gezählt werden.

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Ein ruhiger Ort, an dem man sich Bücher ausleihen und lesen kann – dieses Bild ist veraltet, denn eine Bücherei ist längst weit mehr als das. Vermutlich nicht nur deshalb dürfen sich die öffentlichen Bibliotheken über Rekordzahlen im Vorjahr freuen.

„Die Bücherei in Eichgraben boomt“, weiß Monika Maier-Zehetner, Regionalbetreuerin vom Fachverband Kommunale Bibliotheken und Stellvertretende Bibliotheksleiterin in Asperhofen. Das bestätigt auch Büchereimitarbeiterin Birgit Teufel: „Es läuft sehr gut, die Bibliothek wird gut angenommen. Alle sind froh, dass es uns gibt.“

„Die beliebtesten Bücher hängen sehr von Alter und Geschlecht ab. Unter den Favoriten bei jungen Lesern sind „Harry Potter“ und „Gregs Tagebuch“. Monika Maier-Zehetner

Leopoldine Klarer, Leiterin der Kirchstettener Bibliothek, zeigt sich ebenso zufrieden mit den Besucherzahlen: „Der Level ist sehr gut, aber das Halten des Levels ist schwer.“ Vor allem Jungfamilien nutzen gern das Angebot, das derzeit 3.600 Bücher, DVDs, Hörbücher, Zeitschriften und Spiele umfasst. Volksschüler holen sich gern Bücher, bei den Hauptschülern lässt das Interesse schon nach. Leopoline Klarer und ihr Team schauen darauf, dass sich die Leser in der Bücherei wohlfühlen. Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen werden regelmäßig abgehalten, um Leser zu gewinnen. Die „Lesehexe“ ist in Schulen und Kindergärten unterwegs, um die Freude an der Literatur zu fördern.

Auch das Team der Altlengbacher Bibliothek organisiert verschiedene Events für große und kleine Bücherfreunde. „Wir sind sehr zufrieden mit der Zahl unserer Leser und Leserinnen,“ berichtet Bücherei-Leiterin Gerlinde Müller. Über 800 Leser sind eingetragen, regelmäßig kommen neue dazu, besonders auch die Absolventen der ersten Klasse Volksschule, die immer gratis einen Leseausweis bekommen. 8.000 Medien stehen zur Auswahl. Besonders gefragt sind laut Müller Kinderbüchern und Neuerscheinungen. Im Sommer gibt es im Freibad einen Dauerbücherflohmarkt, der recht gut angenommen wird.

In Neulengbach wird den Badbesuchern Lektüre zur Verfügung gestellt

Auch in Neulengbach wird den Badbesuchern Lektüre zur Verfügung gestellt, berichtet Bibliotheksleiter Ewald Furtmüller. Schon die jüngsten Gemeindebürger sollen zum Lesen motiviert werden, und so hat die Stadtgemeinde jedem Erstklassler eine Jahresfreikarte für die Bücherei geschenkt.

Zu einem zentralen Ort des Lesens möchte Andrea Fürst die Maria Anzbacher Bibliothek machen. Hier gibt es ebenso ein vielfältiges Programm von Lesungen, Gesprächen und sonstigen Aktivitäten. Auch die kleine Bücherei in Laaben wartet nicht nur mit Lesestoff, sondern auch kleinen Events auf.

Sehr viel ist auch in der Asperhofener Bibliothek „das fenster“ los. Hier will man schon die Kleinsten für Bücher begeistern, Vorlesenachmittage werden regelmäßig geboten. Auch für die Großen gibt es „Lesefutter“ und Veranstaltungen. Dennoch sind die Leserzahlen in der Asperhofener Bibliothek rückläufig und zwar aus einem positiven Grund, wie Monika Maier-Zehetner erläutert: „Es gibt viele neue Bibliotheken, heutzutage hat jede Gemeinde eine eigene Bücherei, früher war das nicht so.“ Damit verteilen sich die Besucher auf viele Büchereien und die Zahlen sind explodiert.

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