Schutzmasken auch in kleinen Geschäften . Viele Kunden setzen auch in kleineren Geschäften auf Masken.

Von Eduard Riedl, Andrea Stoiser und Marcel Chahrour. Erstellt am 09. April 2020 (04:06)
Renate Peter und Verena Dorn waren schon am Freitag mit den eigenen Masken einkaufen.
privat

Im Nah&Frisch-Geschäft in Kirchstetten ist das Tragen von Schutzmasken nicht vorgeschrieben, weil das Geschäft unter 400 Quadratmeter groß ist. Andrea Stürzl wird ihren Kunden aber trotzdem Masken zur Verfügung stellen: „Ich biete das natürlich an, falls Kunden das wünschen. Verpflichtend ist es aber bei uns nicht.“

Im Maria Anzbacher Unimarkt trägt rund die Hälfte der Kunden freiwillig schon seit Mittwoch selbst genähte oder selbst besorgte Masken, berichtet Geschäftsführerin Rositta Wagner. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind seit Beginn der Coronakrise mit Schutzmasken im Einsatz. Auf Masken für die Kunden musste Wagner Ende der Vorwoche noch warten: „Die LKW stehen an der Grenze in Deutschland. Wenn ich die Masken habe, werde ich sie selbstverständlich für unsere Kunden ausgeben, da ich überzeugt bin, dass sie doch einen gewissen Schutz bieten.“

In der kleinen Bäckerei Rothwangl in Eichgraben werden die neuen Hygienevorschriften bereits seit einiger Zeit umgesetzt. „Der Großteil der Kunden hält sich daran“, lobt Marlies Rothwangl. Und die Belegschaft schätzt diese Disziplin. „Wir bedanken uns immer persönlich bei den Kunden, insbesondere bei den Älteren, dass sie sich selbst und uns schützen“, erzählt die Unternehmerin. Sie räumt aber auch ein, dass es immer wieder einige Leute gibt, die Unverständnis zeigen. „Aber wir ernten auch Respekt, dass wir als kleiner Betrieb alles zum Schutz der Kunden und der Belegschaft tun“, sagt die Unternehmerin. Vor allem für so einen kleinen Betrieb ist die Situation sehr herausfordernd.

Ärger wegen Verkauf von Masken

Heftige Diskussionen gab es am Montag laut Augenzeugen beim Neulengbacher Billa, wo es keine Gratis-Masken gab, sondern Dreierpacks um drei Euro. Kunden ohne Maske wurde der Zutritt verweigert, was so manchen Kunden empörte. Rewe begründet die Einhebung von einem Euro pro Maske mit „Bewusstseinsbildung bei den Kunden.“ Nachdem Mangel an Masken herrscht, müsse man damit verantwortungsvoll umgehen.