Lösung für Rehau-Areal in Neulengbach gesucht. Stadtgemeinde Neulengbach hat Termin mit Wirtschaftschaftsagentur des Landes organisiert, um eine baldige Verwertung des Standorts nach der Schließung zu ermöglichen.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 28. Januar 2020 (04:25)
Einen zweistündigen Lokalaugenschein gab es bei der Firma Rehau: Stadtrat Florian Steinwendtner, Bürgermeister Franz Wohlmuth, Andreas Kirisits von ecoplus und Stadtrat Gerhard Schabschneider.
Gemeinde

Als bekannt wurde, dass die Firma Rehau den Neulengbacher Standort Ende 2021 schließt, war der Schock groß, auch bei der Stadtgemeinde. Bürgermeister Franz Wohlmuth hat sofort Kontakt zur Wirtschaftsagentur ecoplus aufgenommen. Vergangene Woche gab es bereits einen Lokalaugenschein mit Vertreten von ecoplus, Rehau und Stadtgemeinde auf dem etwa sieben Hektar großen Betriebsgelände.

„Für die Beschäftigten und auch für den Wirtschaftsstandort Neulengbach ist eine rasche Nachnutzung des Rehau-Areals von ganz großer Bedeutung“, betont der Bürgermeister. Deshalb sei es wichtig, auf kompetenter Ebene eine möglichst rasche Abstimmung zwischen Liegenschaftseigentümer und der NÖ Wirtschaftsagentur zu ermöglichen.

„Das Wichtigste ist, dass die Mitarbeiter wieder einen Job bekommen.“ Gerhard Schabschneider

„Unser Investorenservice hat das Areal besichtigt und dabei vereinbart, dass wir die Gemeinde und die Firma Rehau bei der Findung eines Nachnutzers unterstützen“, betont ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. Die Agentur wird den Standort in die Immobiliendatenbank aufnehmen.

Ziel sei es, einen produzierenden Betrieb für das Areal zu finden, um auch das Potenzial des Standortes optimal zu nutzen, sagt Helmut Miernicki: „Das Areal ist mit einem eigenen Bahnanschluss verkehrstechnisch auch öffentlich gut angeschlossen und verfügt zudem über leistungsfähige Strom- und Gasanschlüsse sowie über eine Industriewidmung.“ Naturgemäß sei so eine Verwertung ein mittel- bis langfristiges Projekt.

Auch Wirtschaftsstadtrat Gerhard Schabschneider hebt als Vorteile die Bahnanbindung und die vorhandenen Genehmigungen hervor.

Gemeinde und ecoplus sind sich einig, dass es keine „Schnellschüsse“ geben soll. Ob das Areal in Teilen oder als Ganzes angeboten wird, ist noch völlig offen. Das müsse der Eigentümer entscheiden.

Seitens der Gemeinde ist man optimistisch, dass ein Nachnutzer für die Anlage von Rehau gefunden werden kann. „Wir bleiben am Ball und schauen, dass wir eine Lösung zusammenbringen. Das Wichtigste ist, dass die Mitarbeiter wieder einen Job bekommen“, sagt Wirtschaftsstadtrat Gerhard Schabschneider. Auch er betont, dass ein rasches Reagieren wichtig sei: „Die zwei Jahre bis zur Schließung sind schnell vorbei. Wenn eine Firma einen Standort sucht, braucht das seine Zeit. Da kann man nicht erst in zwei Jahren anfangen.“