Neulengbach

Erstellt am 13. Februar 2019, 04:53

von Renate Hinterndorfer

Stadtgemeinde bekommt digitalen Verkehrszeichenkataster. Die Digitalisierung in der Stadtgemeinde schreitet voran.

Infrastrukturstadtrat Jürgen Rummel sieht eine enorme Erleichterung in der Digitalisierung.  |  RH

„Wir haben schon alle Kanal- und Wasserleitungsstränge digital erfasst. Auch die Straßenbeleuchtungspunkte sind digital erfasst. Der nächste Schritt ist die Erfassung der Verkehrszeichen auf Gemeindestraßen“, erklärt Infrastrukturstadtrat Jürgen Rummel.

Alle 500 Verkehrszeichen auf den Gemeindestraßen im gesamten Gemeindegebiet sollen samt Fotos und dazugehörenden Verordnungen digital erfasst und mit genauer Position im Geographischen Informationssystem(GIS) integriert werden.

Das bringe eine enorme Erleichterung im Arbeitsalltag, so Rummel: „Wenn jetzt ein Bürger eine Frage wegen eines Verkehrszeichens hat, dann wird ein Mitarbeiter ausgeschickt, damit er sich das anschaut. Dann wird die Verordnung herausgesucht, das dauert alles. In Zukunft soll alles zentral gespeichert sein. Mit einem Mausklick hat man dann alles. Das ist ein tolles Programm.“

Informationen darüber wann Verkehrszeichen aufgestellt wurden oder ob es Zusatztafeln gibt können in Zukunft mit einigen Klicks abgerufen werden. „Einige Tafeln werden vielleicht gar nicht verordnet sein, solche Dinge werden im Zuge der Umstellung bereinigt. Ich möchte keine Tafeln, die widerrechtlich aufgestellt sind“, betont Rummel im Gespräch mit der NÖN.

Im Gemeinderat wurde die Umstellung von allen Fraktionen gut geheißen. Sonja Koschina von den Neos: „Das ist eine super Idee und eine Vereinfachung.“

Von der Neulengbacher SP-Fraktion wurde nur eine Sorge geäußert: „Wir hoffen, dass nicht wieder einige Ortstafeln wegkommen und Tausendblum zu verschwinden droht.“

In der Gemeinderatssitzung wurde der erforderliche Gemeinderatsbeschluss für den digitalen Verkehrszeichenkataster beschlossen: Die Ingenieurleistungen, Vermessung, Dokumentation und Katalogisierung wurden an die Neulengbacher Kommunalservice Ges.m.b.H. um rund 37.000 Euro vergeben.