Knoten Steinhäusl: Weniger Autos unterwegs. Corona-bedingt waren auf Österreichs Autobahnen heuer mehr Fahrzeuge unterwegs als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2019 ist die Zahl aber gesunken.

Von Beate Riedl. Erstellt am 29. Juli 2021 (03:30)
Knoten Steinhäusl 
Stark befahren ist die A 1 auch bei Altlengbach, aber weniger als noch vor Corona.
Veraszto

3,756 Millionen Pkw rollten im ersten Halbjahr 2021 beim Knoten Steinhäusl vorbei, das ist zwar ein Plus von 6,7 Prozent ( 3,520 Millionen Pkw) zum Vergleichszeitraum des Vorjahres, allerdings ein Minus von 17,3 Prozent (4,539 Millionen Pkw) gegenüber 2019 – also vor Corona. Das gleiche Bild zeigt sich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis der Zählstellen der Asfinag beweist, in Altlengbach: 8,707 Millionen Pkw waren es im ersten Halbjahr 2021, also ein Plus von 8,3 Prozent im Vergleich zu 2020 (8,041 Millionen Pkw), aber ein Minus von 22,4 Prozent, wenn man die Zahlen mit 2019 vergleicht (11,221 Millionen Pkw). Damit sei laut VCÖ, dem österreichischen Verkehrsclub, im Vergleich zur Zeit vor Covid-19 die Verkehrsbelastung deutlich geringer.

Auch wenn die Zahlen derzeit rückläufig seien, brauche es laut VCÖ Maßnahmen, um den Verkehr auf klimaverträglichere Verkehrsmittel zu verlagern. „Einerseits sind mehr Bahn- und Busverbindungen und der Ausbau der Rad-Infrastruktur nötig. Andererseits sind mehr Anreize nötig, um das vorhandene Angebot zu nutzen“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

Gerade im Pendelverkehr sei das Potenzial groß, denn in mehr als 90 Prozent der Autos sitze nur eine Person. Allein wenn der Besetzungsgrad von derzeit durchschnittlich 1,1 auf 1,5 erhöht wird, wären das um ein Viertel weniger Autos, verdeutlicht der VCÖ. Durch Mobilitätsmanagement können auch Betriebe und Unternehmen wesentlich dazu beitragen, dass die Beschäftigten verstärkt mit Bahn, Bus, Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit kommen.