Neulengbach

Erstellt am 15. Januar 2019, 04:04

von Renate Hinterndorfer

Handlungsbedarf besteht: Schule wird zu klein. Schülerzahlen steigen. Bedarf an Nachmittagsbetreuung wird immer mehr. Eine Erweiterung des Gebäudes könnte bald notwendig werden.

Ein Dachausbau ist in der Neulengbacher Volksschule angedacht.  |  NOEN

Die Volksschule könnte bald zu klein werden. „Wir sind platzmäßig am Limit“, sagt Volksschuldirektorin Ulrike Szemelliker auf Anfrage der Neulengbacher NÖN.

Mit 14 Klassen und fünf Nachmittagsbetreuungsgruppen ist das Gebäude bummvoll. Zwei Volksschulklassen gibt es in St. Christophen. „Alle Räume in der Neulengbacher Schule werden doppelt oder dreifach benutzt. Man braucht ja auch Nebenräume für Integration, für den Schularzt, für Schulpsychologen“, gibt die Direktorin zu bedenken. Wenn noch eine Klasse oder eine Gruppe der Nachmittagsbetreuung dazukomme, könne sie sich nicht mehr vorstellen, wie das funktionieren solle, so Szemelliker.

„Wir müssen mitdenken, dass es sich platzmäßig bald nicht mehr ausgehen wird"

Bildungsstadträtin Beate Raabe-Schasching (SP) hat das Thema in der letzten Gemeinderatssitzung angesprochen: „Wir müssen mitdenken, dass es sich platzmäßig bald nicht mehr ausgehen wird. Wir haben steigende Schülerzahlen, und die Entwicklung der Nachmittagsbetreuung geht auch nach oben. Wir haben das im Hinterkopf, aber es ist noch keine wirkliche Vorsorge getroffen.“ Raabe-Schasching meinte, man solle eventuell den Schulstandort St. Christophen ins Auge fassen.

VP-Bürgermeister Franz Wohlmuth erklärt, dass sich die Gemeinde schon länger mit dem Thema befasse. „Wir haben pro Jahr 80 bis 100 Einwohner mehr, neue Wohnungen entstehen, da kann man sich ausrechnen, dass es auch im Schulbereich Veränderungen gibt.“

Vorstellbar ist laut Wohlmuth ein Dachausbau bei der Neulengbacher Volksschule. Das Dach sei in den nächsten Jahren sowieso „fällig“, sprich sanierungsbedürftig.

Der Denkmalschutz werde zwar eine Rolle spielen: „Aber wo ein Wille, da ein Weg“, sagt Wohlmuth.