Was tun bei einem länger andauernden Stromausfall?. Jeder einzelne ist vorerst einmal selbst gefordert, über die Runden zu kommen. Vorsorge treffen!

Von Christine Hell. Erstellt am 11. Juli 2019 (05:57)
Hell
Zivilschutzspezialist Peter Stehlik (r.) mit Gemeinderäten Reinhard Goldgruber, Margarete Maron, Vizebürgermeister, Zivilschutzbeauftragter, Organisator des Infoabends Josef Friedl und Bürgermeister Paul Horsak (v. l.).

„Ein länger andauernder Strom- und Infrastrukturausfall kann jederzeit und auch in unserem Land passieren“, stellte Bürgermeister Paul Horsak bei der Informationsveranstaltung zum Thema „Black Out“ klar. Er verwies auf den Stromausfall, den es erst kürzlich in Eichgraben gab.

„Alles, was für Sie jetzt selbstverständlich ist, fehlt dann. Bereiten Sie sich gedanklich und real auf eine solche Situation vor“, ließ Peter Stehlik vom Zivilschutzverband aufhorchen: Jeder einzelne sei im Katastrophenfall erst einmal selbst gefordert, über die Runden zu kommen, erklärte der Zivilschutzspezialist: „Glauben Sie nur ja nicht, dass Sie der erste sind, der aus stecken gebliebenen Aufzügen, Bahnen oder öffentlichen Gebäuden befreit werden wird.“

 Vorbereitung wichtig

 Auch solle in der Familie und mit Nachbarn durchgesprochen werden, wie man im Falle eines Black outs vorgehen werde. Die wichtigsten Fragen seien etwa: „Wer holt die Kinder, wie kann ich kochen, wo komme ich zu Wasser, habe ich genug Lebensmittel zu Hause, habe ich etwas Geld daheim?“

Auf den morgendlichen Kaffee verzichten sei das kleinste Problem, so Stehlik, „aber komme ich mit meinem Auto aus der Garage?“ Ampeln und Tankstellen funktionieren nicht mehr, Türen zu Geschäften bleiben zu, Bankomaten sind tot, Wasserpumpen geben auf und auch die Heizungen versagen den Betrieb.

Das Auto immer mindestens halb voll getankt haben, ein Radiogerät mit Batteriebetrieb kaufen, einen Gaskocher besorgen und auch Wasser auf Vorrat stellen, riet Stehlik. „Handymasten geben auch nach einigen Stunden bis wenigen Tagen den Betrieb auf, auch Handyakkus werden einmal leer und es ist keine Kommunikation mehr möglich“, sagte Peter Stehlik.

 Verschiedenste Auslöser möglich

 Die Ursachen für das Szenario: Blitzschlag, Brände, Erdbeben, Extremwetterlage, Hochwasser, Leitungsschäden, Überspannung, Trafobrände und auch menschliches Versagen könnten leicht für länger anhaltenden Stromausfall sorgen.

„Große Gefahren gehen aber von gezielten Anschlägen und kriminellen Handlungen im internationalen Stromhandel aus“, betonte Stehlik.