100 Schadstellen: Unwetter traf Bezirk mit voller Wucht. Mit voller Wucht haben die Unwetter am Freitagabend den Bezirk Neunkirchen getroffen. Extremer Hagelschlag mit teilweise vier Centimeter großen Hagelschloßen richteten vor allem in der Landwirtschaft sowie an Fahrzeugen und Dächern schweren Schaden an. Eine Bilanz.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 31. Juli 2021 (09:27)

Natschbach-Loipersbach, Seebenstein und Pitten – diese drei Gemeinden traf das Hagelunwetter am Freitagabend ganz besonders schwer. „Der dichte Hagelschlag verlegte sämtliche Kanaleinläufe, zerschoss Eternitdächer, beschädigte Fahrzeuge und zerschoss Lichtkuppeln an mehreren Gebäuden.

Aufgrund der verlegten Ablaufgitter kam es zu Überflutungen und in weiterer Folge zu Wassereintritten in Keller und Wohneinheiten“, bilanzierte die Feuerwehr-Internetplattform „Einsatzdoku.at“ noch in der Nacht auf Samstag.

Betroffen war auch die Bundesstraße B 54 im Bereich Seebenstein – sie wurde von den Wassermassen geflutet und war nur schwer passierbar. Die Straßenmeisterei Neunkirchen stand mit Schneepflügen im Einsatz, um den Hagel von den Fahrbahnen zu schieben.

Auf der S6, der Semmering-Schnellstraße, kam es während der ersten Hagelzelle im Bereich Knoten Seebenstein/Natschbach zum Erliegen des Verkehrs. „Trotz schnellster Scheibenwischer-Einstellung sah man nichts mehr“, schilderte die „Einsatzdoku“.

Bis in die Nacht hinein standen insgesamt 25 Feuerwehren bei hundert Schadstellen im Einsatz. „Zum Einsatz kam auch eine Großpumpe, welche im Bereich Pitten in einer Siedlung eingesetzt wurde“, informierte die FF-Plattform.

Aufgrund von Aquaplaning beziehungsweise Hagelbelag auf der Fahrbahn ereignete sich auf der B 54 im Bereich Seebenstein ein Verkehrsunfall – zu einem solchen kam es auch auf der A2, der Südautobahn, bei Gleißenfeld. Verletzt wurde dabei aber niemand.