123 EU-Millionen für das Industrieviertel. Mehr als 900 Projekte konnten seit dem EU-Beitritt im Jahr 1995 realisiert werden. Rund 123 Millionen Euro flossen ins Industrieviertel, erklärten Landesrat Martin Eichtinger und Landtagsabgeordneter Martin Schuster (beide ÖVP), Obmann des Regionalverbandes Industrieviertel, bei einem Mediengespräch in Schwarzau am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen).

Von Philipp Grabner. Erstellt am 21. Juni 2021 (16:49)
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„NÖ.Regional.GmbH“-Büroleiter Franz Gausterer, Bürgermeisterin Evelyn Artner aus Schwarzau am Steinfeld (ÖVP), Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP), Landtagsabgeordneter Martin Schuster (ÖVP) und „NÖ.Regional.GmbH“-Geschäftsführer Walter Kirchler.
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Seit 1995 ist Österreich Teil der Europäischen Union – ein Bündnis, von welchem Niederösterreich bis dato „überdurchschnittlich“ profitiert habe, wie Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) Montagvormittag in Schwarzau am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) festhielt. Gemeinsam mit Landtagsabgeordnetem Martin Schuster (ÖVP), Obmann des Regionalverbandes Industrieviertel, zog er eine Bilanz zu den bisher in die Region geflossenen EU-Fördermitteln. Unterm Strich sicherte sich Niederösterreich seit dem Beitritt zur EU über elf Milliarden Euro an Regional- und Agrarförderungen. Mit positiven Auswirkungen auf das Land, so Eichtinger: „Mit diesen Regionalprogrammen konnten insgesamt 15.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und 47.000 Arbeitsplätze abgesichert werden.“

Profitieren konnte auch das Industrieviertel – 123 Millionen Euro an Fördermitteln für 912 Projekte wurden seit 1995 aus Brüssel abgeholt. Finanzielle Unterstützung gab es unter anderem für das Mobilitätsprojekt „Clean Mobility“, das im Grenzraum Niederösterreich-Burgenland-Westslowakei das Bewusstsein für saubere Mobilität stärken und konkrete Maßnahmen und Konzepte für die Förderung von nachhaltigen Mobilitätsformen umsetzen soll.

Was die Kommunikation rund um die EU betrifft, orten der Landesrat und Schuster übrigens Nachholbedarf – der „Brexit“ habe das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ansetzen will man unter anderem damit, dass es in jeder niederösterreichischen Gemeinde einen EU-Gemeinderat geben soll. „Ein Botschafter und Ansprechpartner direkt im Ort“, nennt Eichtinger diesen. Bisher gibt es im Land rund 350 EU-Referenten. „Ziel sollte es sein, dass es in jeder Gemeinde einen EU-Gemeinderat gibt“, gab Eichtinger vor.