Müllgebührenerhöhung im Bezirk Neunkirchen ist durch. An die drei Stunden tagte am Mittwochabend der Neunkirchner Abfallwirtschaftsverband im Enzenreither Gasthaus Leinfellner. Dabei mussten die 44 Mitgliedsgemeinden hochbrisante Tagesordnungspunkte beschließen: Zum einen Bau von Wertstoffsammelzentren, zum anderen die Erhöhung der Müllgebühren. Beides wurde aber mit sehr großer Mehrheit beschlossen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 22. Oktober 2020 (10:46)
Symbolbild
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Bei der Erhöhung der Müllgebühren legte sich nur die Bezirkshauptstadt quer. ,,Als Finanzstadtrat bin ich der letzte, der sich gegen eine Gebührenerhöhung wehrt, aber hier fehlt mir der Wille zur Kostenoptimierung und einer generellen Überprüfung der Gesamtsituation. Gerade in Zeiten von Corona, wo viele auch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, sollte das besonders beachtet werden", erklärt Peter Teix, der als Vertretung des an Corona erkrankten Bürgermeisters Herbert Osterbauer vor Ort war. Die Vorgehensweise sei im Vorfeld mit der Opposition abgesprochen worden, versichert er.

Und auch bei der Errichtung der Wertstoffsammelzentren mit Investitionskosten von rund vier Millionen Euro, trat Teix auf die Bremse. Hier hatte der ÖVP-Stadtrat aber mit Grünbachs SPÖ-Bürgermeister Peter Steinwender einen weiteren Verbündeten: ,,Grundsätzlich sind wir dafür, aber erstens fehlt mir die Wirtschaftlichkeitsrechnung und zweitens der Wille zur Evaluierung der Einrichtung der Grünen Tonne", so Teix.

Der Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes Bürgermeister Engelbert Pichler war für die NÖN am Donnerstagvormittag vorerst nicht erreichbar. Seine und weitere Stellungnahmen folgen.