AK Neunkirchen holte 2,6 Millionen zurück . Eine gute Bilanz für die Arbeitnehmer konnte die AK-Bezirksstelle Neunkirchen ziehen. Über zwei Millionen Euro konnten für Dienstnehmer erkämpft werden.

Von Tanja Barta. Erstellt am 21. Februar 2019 (11:38)
Tanja Barta

Rund 2,6 Millionen Euro sind es, die Arbeitnehmer im abgelaufenen Jahr allein im Bezirk Neunkirchen durch die Arbeiterkammer wiederbekommen haben. Dennoch lassen es viele Dienstnehmer nach wie vor „darauf angekommen“, holen sich keine Hilfe und verzichten somit auf ihr Geld. „Ich empfehle es wirklich bei Problemen zu uns zu kommen“, so Gerhard Windbichler von der Arbeiterkammer Neunkirchen.

66 Millionen in ganz Niederösterreich

8.500 Menschen haben sich 2018 an die Neunkirchner AK-Stelle gewandt. „Das zeigt, wie wichtig wir als regionale Anlaufstelle in allen Lebenslagen sind“, meint Windbichler. In ganz Niederösterreich konnten sogar 66 Millionen Euro für die Arbeitnehmer erkämpft werden. „Das ist Geld, dass unseren Beschäftigten zusteht!“, so AK-Kammerrat Stefan Schärf.

150 Personen zogen vor Gericht

Auch der Weg zum Gericht, der zwar in den seltensten Fällen gewählt wird, muss hin und wieder gegangen werden. Die Hemmschwelle, diesen Schritt zu gehen, sei bei vielen Arbeitnehmern aber groß. „Meistens fällt es leichter, wenn das Dienstverhältnis bereits aufgelöst ist“, weiß AK-Kammerrätin Andrea Schremser.

In diesen Fällen wird seitens der Arbeiterkammer kostenlos ein Rechtsbeistand bereitgestellt. „Die meisten Verhandlungen werden dann auch positiv abgeschlossen“, so Windbichler über die Prozess-Ergebnisse. 150 Personen aus dem Bezirk standen wegen Problemen mit dem Arbeitgeber im Jahr 2018 vor dem Gericht. „Das ist keine große Anzahl, wenn man bedenkt, dass wir 1.600 Personen im Arbeits- und Sozialrecht beraten haben“, meint Windbichler.

Über einen konkreten Fall, bei dem ein Koch gleich 8.000 Euro erhalten hat, berichtet die NÖN Neunkirchen in ihrer nächsten Print-Ausgabe.