Facebook-Posting-Debatte um Breitenauer FPÖ-Chef. FPÖ-Vizekanzler teilte Bild von Breitenauer FPÖ-Obmann. Urheber ist er aber nicht.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 20. Februar 2018 (05:01)
Rawpixel.com/Shutterstock.com
Symbolbild

Es machte in der Vorwoche im Internet schnell die Runde. Ein Bild von Armin Wolf, stellvertretender Chefredakteur der ORF-Fernsehinformation und Hauptmoderator der „Zeit im Bild 2“, versehen mit unter anderem folgendem Schriftzug: „Es gibt einen Ort, an dem Lügen zu Nachrichten werden.“

Thavonat
Reinhard Lehner verteidigt das Posting im NÖN-Telefonat. Im Übrigen sei er nicht der Urheber, betont er.

Für Aufregung sorgte das Posting vor allem deswegen, weil es Vizekanzler und FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache auf der Plattform „Facebook“ teilte – und mit dem kurzen Kommentar „Satire“ versah. Wie die NÖN in Erfahrung bringen konnte, teilte Strache den Beitrag des Breitenauer FPÖ-Ortsparteiobmannes. Der will allerdings nicht der Urheber des Postings sein, wie Reinhard Lehner in der Vorwoche am Telefon erklärte. Er habe das Bild lediglich geteilt, selbst eingefallen sei ihm das nicht.

Armin Wolf höchstpersönlich wurde auf den Beitrag auf Lehners „Facebook“-Seite aufmerksam und griff zum Telefonhörer, um Lehner aufzufordern, den Beitrag zu löschen. „Es hat geheißen, dass es bis 18 Uhr gelöscht werden sollte, andernfalls müsse ich mich auf einen Prozess einlassen“, so Lehner. Weil er Konsequenzen vermeiden wollte, verschwand der Beitrag wenig später wieder. Für ihn ist das Posting „natürlich Satire“, aber es stecke auch ein wenig Wahrheit darin, wie er der NÖN darlegte.

„Natürlich ist es Satire, aber es ist schon ein Fünkchen Wahrheit darin.“ Reinhard Lehner, FPÖ-Ortsparteiobmann,über das „Facebook“-Posting.

Wolf kündigte in der Vorwoche an, Vizekanzler Strache klagen zu wollen. „Ich bin persönlich nicht wehleidig und stelle mich gerne jeder sachlichen Kritik, aber dass der Vizekanzler der Republik ein derartiges Sujet postet, macht mich ehrlich fassungslos“, so Wolf gegenüber der Tageszeitung „Der Standard“. Noch nie habe ihm in 32 Jahren als Journalist jemand unterstellt, Lügen zu erzählen, so der Anchorman weiter.


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