Neunkirchen: Haus beinahe vom Erdboden verschluckt. Mit einem Schockerlebnis endete am Montagmittag die Heimkehr einer Neunkirchnerin: Direkt neben der Eingangstür ihres Hauses im Mühlfeld hatte sich ein riesiges Loch gebildet. Eine nähere Inspektion von Fachkräften ergab schließlich die Maße von zwei Metern Breite und acht Metern Tiefe!

Von Christian Feigl. Erstellt am 09. September 2020 (10:28)

„Meine Frau hat mich aufgeregt angerufen und ich bin dann rasch von der Arbeit nach Hause gefahren“, erinnert sich der Gatte an die bangen Minuten. „Als ich das Loch gesehen habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Die Öffnung war zwar nicht so groß, aber darunter spielte es sich gewaltig ab. Ich habe versucht, ein wenig reinzukriechen und nachzusehen, aber als ich dann direkt darunter noch ein weiteres Loch erblickte und Geräusche hörte, habe ich aber sofort wieder den Rückzug angetreten.“

Sofort wird die Hausverwaltung alarmiert und zwei Fachkräfte einer Baufirma sind rasch zur Stelle. Eine Begutachtung ergibt ein rund zwei Meter breites und acht Meter tiefes Loch direkt neben dem Haus unter der Erdoberfläche.

Am nächsten Tag fahren dann sofort die Betonmischer auf. „Nachdem die erste Ladung reingepumpt worden war, war aber gerade einmal der Boden bedeckt“, so der Familienvater. Weitere Ladungen folgen und nach 18 Kubikmetern ist schließlich das Riesenloch zubetoniert.

Über die Ursache herrscht indessen noch Rätselraten: Ein Gutachter und ein Historiker tippen auf einen der vielen alten unterirdischen Gänge, die es in der Stadt gibt, und die das Loch verursacht haben könnten. Aber auch eine ehemalige Firma, die hier einen Keller unter der Erde gehabt haben soll, könnte dafür in Frage kommen.

Die Familie ist jedenfalls froh, dass es ein Happy End gibt: „Wir haben auch Kinder, nicht auszudenken, wenn eines oder jemand anderer in das Loch hineingefallen wären!“