Mysteriöses Loch im Minoritenplatz in Neunkirchen. Unter den Parkplätzen bildete sich ein Hohlraum. Die Ursache liegt noch im Dunkeln, Umgebung und Fahrspur gesperrt.

Von Christian Feigl. Erstellt am 09. Juni 2021 (05:40)

Große Aufregung am Freitagabend in der Innenstadt: Auf den Parkplätzen am Minoritenplatz drohte plötzlich ein Auto in einem Loch einzubrechen. Dank der Aufmerksamkeit einer Nordic-Walkerin und dem raschen Einschreiten der Einsatzkräfte konnte Schlimmeres verhindert werden, denn unterhalb zeigte der Hohlraum doch größere Ausmaße als anfänglich befürchtet.

Dieses Schnitzerl ist dem Gast im Restaurant Osterbauer wohl fast im Hals stecken geblieben: Denn als er nach dem Alarm der Frau zu seinem Auto lief, war dieses bereits im Bereich des linken Vorderreifens massiv eingesunken. Der Wagen wurde von der Feuerwehr Neunkirchen-Stadt mit einem Kran angehoben und gesichert abgestellt. Nach einer anschließenden Proberunde war aber zum Glück rasch klar, dass kein Schaden am Fahrwerk entstanden war.

Aktuell laufen Untersuchungen, woher das mysteriöse Loch seinen Ursprung hat. Baudirektor Christian Humhal hat noch am Samstag den Geologen Günther Weixelberger für eine erste Expertise beigezogen: „Wir nehmen die Sache natürlich sehr ernst, sind aber bei unseren Erkenntnissen noch nicht viel weitergekommen“, so eine Stellungnahme am Montagmittag. Mit dem Regenwasserkanal, der direkt daneben verläuft, dürfte der Fall aber nichts zu tun haben: „Eine Überprüfung hat ergeben, dass der in Ordnung ist.“ Fakt ist aber, dass auch unter dem Minoritenplatz unterirdische Gänge verlaufen, diese aber verschüttet sind und deshalb nicht betreten werden können. Derzeit werden Bohrungen durchgeführt und mit Sonden wird versucht, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Der Bereich um das Loch wurde genauso wie eine Fahrspur aber sicherheitshalber für den Verkehr gesperrt.