Regelmäßige Aktionen: "Blutspender retten Leben". Bei 52 Aktionen 2018 wurden fast 3.800 Blutspenden im Bezirk Neunkirchen eingeholt.

Von Theresa Bittermann. Erstellt am 25. Juni 2019 (04:34)
Nadja Meister
Fritz und Theresia Rathschiller haben Jahrzehnte lang Blutspendeaktionen im Bezirk Neunkirchen organisiert und sind nach wie vor bei den Blutspendeaktionen anzutreffen.

„Man braucht keine Angst haben vor‘m Blutspenden“, beruhigt Horst Willesberger, Geschäftsführer der Neunkirchener Bezirksstelle des Roten Kreuz. Dass sie sich nicht fürchten, haben im letzten Jahr 2.301 Spenderinnen und Spender im Bezirk Neunkirchen gezeigt. 52 Blutspendeaktionen fanden 2018 im Bezirk Neunkirchen statt.

Seit Jahrzehnten sind Fritz und Theresia Rathschiller an der Organisation der Aktionen im Bezirk beteiligt. Fritz Rathschiller hat selbst 125 Mal gespendet. Damit begonnen hat er beim Bundesheer und ist seitdem immer dabei geblieben: „Es sind keine leeren Worte, wenn ich sage: Blutspender sind Lebensretter. Und es ist schön zu wissen, dass man jemand anderem durch die Spende hilft“, erzählt Rathschiller.

Seit einiger Zeit darf er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spenden. Obwohl die beiden die Organisation schon seit einigen Jahren ihren Nachfolgern übergeben wollen, sind sie meistens immer noch mit dabei. „Ich gehe zu jeder Aktion und rede dort mit den Blutspendern. Meine Frau sagt, ich würde nur Schmäh führen, aber das ist sehr wichtig“, erzählt Fritz Rathschiller.

Mit einer Blutspende sei nicht nur anderen Menschen, sondern auch einem selbst geholfen, sagt Horst Willesberger. Denn man kann sich anschließend an die Blutspende auch einen Blutbefund zuschicken lassen und habe dadurch gleichzeitig die Möglichkeit, sich regelmäßig durchchecken zu lassen. „Bei mir selbst ist zum Beispiel rausgekommen, dass ich einen Eisenmangel habe. Jetzt weiß ich Bescheid und kann mich darum kümmern“, erzählt Willesberger.

Nächste Spendenaktion am 22. Juni

Als Hemmschwelle zum Spenden vermutet er entweder die Angst vor Nadeln, oder beim allerersten Mal einfach hinzugehen, ohne zu wissen, was genau passiert. Leopold Luef organisiert schon seit 20 Jahren das Blutspenden in Zöbern und vermutet, die meisten Leute würden im Alltag einfach nicht an eine Blutspende denken: „Ich denke, in den meisten Fällen ist das Problem einfach der grundsätzliche Zugang, dass die Leute gar nicht auf die Idee kommen, zu spenden“, sagt er.

Die nächsten Spendeaktionen im Bezirk sind am 22. Juni im Veranstaltungszentrum in Pitten von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 14.30 Uhr und am 30. Juni im Feuerwehrhaus Dunkelstein in Ternitz von 8 bis 12 Uhr. Weitere Termine des Bezirks und allgemeine Informationen zur Blutspende finden sich auf der Webseite „gibdeinbestes.at“.

Umfrage beendet

  • Geht ihr zur Blutspende?