Wegen Corona: Sparefroh nimmt sich heuer mehr Zeit. Tortenanschnitt, Buffet und Co fallen den Vorschriften im Zuge der Pandemie zum Opfer. „Spartage“ werden an allen Neunkirchner Bankinstituten auf eine Woche ausgeweitet.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:45)
Weingartner-Foto

Stofftiere, Bluetooth-Lautsprecher und Stehkalender sind es bei der Sparkasse. Regionale Schmankerl wie die Maisstangerl der Firma Moniletti bei der Raiffeisenbank. Ein Buch oder ein Gutscheinheft bei der Bank Austria. Und Malutensilien für die Kids bei der Volksbank.

Auf diese Geschenke dürfen sich Kunden der Neunkirchner Bankinstitute in der kommenden Woche freuen – anlässlich des traditionellen Weltspartages. Stattfinden wird dieser jedoch anders als gewohnt – corona-bedingt verzichten sämtliche Geldhäuser Neunkirchens auf Tortenanschnitt, großen Empfang und Co. Stattdessen finden Weltsparwochen statt – etwa bei der Sparkasse. „Dadurch können wir gewährleisten, dass es zu keinen Massenaufläufen an diesem einen Tag kommt“, betonen die Sparkassen-Vorstandsdirektoren Peter Prober und Gertrude Schwebisch. Man appelliere an alle Kunden, das zeitlich erweiterte Angebot ab sofort bis 30. Oktober wahrzunehmen und sich die Weltspartagsgeschenke direkt beim Betreuer abzuholen.

Bei der Raiffeisenbank starten die sogenannten Spartage am 27. Oktober und enden mit dem 30. Oktober. Den Weltspartag aber einfach ausfallen zu lassen, sei keine Option: „Auch und gerade in Zeiten niedriger Zinsen wird viel zu oft vergessen, dass das Sparen nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Gemeinschaft von enormer Bedeutung ist. Und deshalb hat der Weltspartag nach wie vor eine wichtige Funktion, nämlich die der Erinnerung an die Grundlage des Bankgeschäftes“, betont Geschäftsleiter Meletios Kujumtzoglu von der Raiba Schneebergland. Im selben Zeitraum lädt auch die Bank Austria ihre Kunden ein. Man ersuche die Besucher, Termine zu vereinbaren, „um ihre Finanzangelegenheiten und die aktuell besten Veranlagungslösungen zu besprechen“, erklärt Filialleiter Markus Kerschhofer. Und auch bei der Volksbank muss das „Remmidemmi“, wie Filialleiter Robert Bürger es bezeichnet, heuer ausfallen. „Ein Buffet oder der Anschnitt der Torte – das geht corona-bedingt heuer einfach nicht“, begründet er die Entscheidung seines Hauses.

Angesprochen darauf, ob das Sparbuch nach wie vor beliebteste Sparform sei, heißt es bei den Bankexperten fast einhellig, dass andere Anlagenformen lukrativer seien. Beliebt seien etwa Fondssparpläne, heißt es von Raiba und Sparkasse. Bank Austria-Filialleiter Kerschhofer führt Wertpapiere ins Treffen, ortet hier allerdings noch eine „gewisse Schwellenangst“, wie er gegenüber der NÖN betont.

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