Enzenreith , Neunkirchen

Update am 14. Juni 2018, 08:40

von Christian Feigl

Selbsthilfe rettete bekanntes Küchenstudio vor Flut. Harald Altmann ist mit seinem bekannten DAN-Küchenstudio in Wörth direkt an der B17 bei den heftigen Unwettern am Dienstagabend mit einem blauen Auge davongekommen...

Seit 24 Jahren betreibt Harald Altmann sein bekanntes DAN-Küchenstudio in Wörth direkt an der B17. So eine Naturgewalt wie am Dienstagnachmittag haben er und sein Team in all den Jahren aber noch nie miterleben müssen. Beherzte Selbsthilfe konnte das Unternehmen am Ende vor einer Katastrophe bewahren.

„Draußen bin ich bis zu den Knien im Wasser gestanden“

„Nach einiger Zeit des Regens ist plötzlich das Wasser von einer Seitengasse direkt auf unser Firmengelände zugeströmt“, berichtet der Firmenchef. Während sich der Parkplatz und das hintere Ladegelände rasch mit Wasser anfüllen, kämpfen im Bereich der Eingangstür Altmann und seine Mitarbeiter mit den Wassermassen. Denn die Schauküchen dürfen nichts davon abbekommen.

Eine maßgeschnittene Holzplatz wird schließlich an der Eingangstür befestigt und mit Montageschaum fixiert. Sie hält dem Druck stand und das Wasser draußen „So konnten wir zumindest in den Geschäftsräumlichkeiten das Schlimmste verhindern“, erzählt der Unternehmer beim Lokalaugenschein. Im hinteren Bereich des Geländes, der wesentlich tiefer liegt, gelingt das nicht ganz. „Draußen bin ich bis zu den Knien im Wasser gestanden“, so Mitarbeiterin Doris Schabauer.

Sogar eine stattliche Forelle wird an Land gespült. Im Wasserkübel wird um das Leben des Fisches gekämpft, doch vergeblich: „Der Fisch dürfte bereits zu viel Schlamm in der Lunge gehabt haben!“, vermutet Schabauer. Mit Pumpen und Hilfe der Feuerwehr gelingt es dann wieder, das Firmengelände halbwegs trocken zu legen. Zentimeterhoher Schlamm geben am Tag danach noch Zeugnis davon ab.

Auch in das Lager dringt Wasser, wenn auch nur ein paar Zentimeter hoch, ein. „Die wichtigsten Geräte haben wir auf Paletten gelagert, damit nichts passiert. Alle Kunden können beruhigt sein, die bestellten Küchen werden pünktlich ausgeliefert“, ist sich Altmann aber vor allem eines sicher: „Dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind!“