18-Jähriger drehte in Gloggnitz durch. Wüste Szenen spielten sich Montagabend zuerst unmittelbar vor der Polizeiinspektion in Gloggnitz und anschließend in den Räumlichkeiten der Exekutive ab: Dabei verletzte ein 18-Jährigen drei Polizeibeamte leicht, auch der aggressive Gloggnitzer erlitt Blessuren.

Von Christian Feigl. Erstellt am 26. Juni 2019 (09:23)
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Symbolbild

Es war gegen 22 Uhr als, als die Besatzung eines Streifenwagens zu einem Einsatz wegen einer vermissten Person aufbrechen wollte. Dabei fiel den Beamten ein junger Mann auf, der auf der Straße umhertorkelte.

Als ihn ein Beamter ansprach, warf ihm der Mann plötzlich seinen Rucksack ins Gesicht und verhielt sich komplett aggressiv. Schließlich wurde er mit Hilfe von weiteren Einsatzkräften niedergerungen und in Handschellen auf die Dienststelle gebracht. Im Rucksack entdeckten die Polizisten suchtgiftverdächtige Utensilien. 

Zwar beruhigte sich der Festgenommene vorerst, begann aber nach Abnahme der Handschellen wieder auf die Beamten loszugehen und diese sogar zu bespucken sowie zu beschimpfen. Erst im Beisein seiner Mutter konnte die Situation wieder halbwegs in den Griff gebracht werden.

Allerdings eskalierte das Verhalten beim Verlassen der Dienststelle erneut. Er stieß Selbstmorddrohungen aus und schrie laut herum. Schließlich wurde der 18-Jährige in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Er selbst sowie drei Polizeibeamte wurden bei der mehrstündigen Amtshandlung leicht verletzt.

,,Für uns war das Vorgehen des 18-Jährigen aggressiv wie wir es äußerst selten erleben und eine unangenehme Amtshandlung, die zur Folge hat, dass nun drei Kollegen im Krankenstand sind. Der Mann dürfte jedenfalls in irgendeiner Art beeinträchtigt gewesen sein", so Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt  wurden mehrere Anzeigen erstattet.