Gloggnitz arbeitet an neuem Leitbild. Aber auch generell möchte die Alpenstadt mit der Zeit gehen und sich ein neues Gesicht verpassen: Das betrifft Stadtbild und Leitbild sowie öffentliche Gestaltung.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 27. November 2020 (04:23)
Thomas Hardteck, Johann Schabauer, Peter Kasper, Irene Gölles, Andreas Griessner und Erich Santner stellten das Projekt vor.
Gerhard Brandtner

Ehrgeizige Ziele hat die Stadtpolitik. Allen voran geht es um eine neue Ausrichtung und ein neues Leitbild für Gloggnitz. Aber auch das touristische Potenzial soll neu bewertet werden.

Aber dem Kernteam, bestehend aus Mitgliedern aller Fraktionen im Gemeinderat, geht es auch um die Schaffung einer Ansprechperson für alle Belange. Und zu guter Letzt kann man sich auch vorstellen, den Bereich der „Oberen Hauptstraße“ neu zu gestalten.

„Jetzt ist die Zeit zu arbeiten. Es sind keine Wahlen in Sicht“, erklärt dazu Bürgermeisterin Irene Gölles (Liste „Wir für Gloggnitz“), „die Bedürfnisse einer Innenstadt sind anders geworden. Es ist Bedarf zur Veränderung.“ Betont wird, dass das neue Leitbild in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und mit Unterstützung eines externen Beraters ermittelt werden soll. „Gloggnitz hat viel zu bieten“, so Stadtrat Peter Kasper (Liste „Wir für Gloggnitz“). Er betont, dass gerade die Covid-19-Krise zeige, dass Nahurlaub immer mehr zum Thema werde.

Ebenfalls auf der Tagesordnung findet sich die „Obere Hauptstraße“ zwischen Dr.- Karl-Renner-Platz und der „Oberen Billa“ sowie dem Schulzentrum. Vizebürgermeister Erich Santner (SPÖ): „Die Situation ist nicht zufriedenstellend.“ Vorstellbar ist hier etwa eine Begegnungszone. „Das wäre etwas Neues“, stimmt auch ÖVP-Gemeinderat Andi Griessner zu. Und der Grüne-Gemeinderat Johann Schabauer möchte hier unbedingt eine alte Forderung nach einem durchgehenden Radweg hinein reklamieren.

Zu guter Letzt soll eine Funktion geschaffen werden, die eine zentrale Ansprechstelle für Kultur, Tourismus, Wirtschaft, Vereine und die Bevölkerung sein soll. Im kommenden Jahr will man die Suche starten, sowohl was die Person anbelangt, als auch den Standort. Einig ist man sich, dass das Büro zentral in der Stadt liegen soll. „Wir wollen im Wettbewerb der Städte überleben und müssen investieren“, hält dazu Peter Kasper fest. Und darf sich hier der Unterstützung der Bürgermeisterin sicher sein. „Stillstand ist tödlich“, so Gölles. Der Stadtmanager soll schon im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen, bei den anderen Vorhaben wird es wohl – nicht zuletzt, weil man auch auf eine breite Bürgerbeteiligung setzen will – etwas länger dauern.

So kann man sich die Umsetzung für die Belegungen im Bereich der „Oberen Hauptstraße“ für 2022 vorstellen.