Schneeberg präsentiert sich als „Eisberg“. Bergretter Karl Tisch erkundete mit seinem Hund Nemo nach den eisigen letzten Tagen seinen Hausberg und hielt beeindruckende Bilder mit der Kamera fest.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 20. Januar 2019 (22:15)

Über zwei Wochen lang hatte der Schnee der gleichnamigen Berg bei Puchberg ordentlich im Griff. Auch für erfahrene Bergsteiger wie Karl Tisch ein seltenes Phänomen: "Es ist ein Jahrhundert-Winter, den ich echt so noch nicht gesehen habe", meint der "Schneeberg-Karl", wie der Lawinenwarndienst-Mitarbeiter und Buchautor im Ort genannt wird. In der Vorwoche erkundete Tisch den Schneeberg nun wieder - und hielt dabei beeindrucke Bilder mit der Kamera fest, siehe Bildergalerie oberhalb.

"Der Wind hat den Schnee bereits während des Niederschlags verweht und hat die Schneedecke so verfestigt und gedrückt, sodass man den Wurzengraben nur mit Harscheisen begehen kann", so Tisch. "Es ist ein Anblick, wie man ihn nicht immer hat. So viel Eis und Schnee derzeit auf diesem Berg, der derzeit Eisberg heißen könnte, da ab 1.600 Metern fast alles vereist und sehr hart ist." Und Tisch appelliert: "Nur geübte und erfahrene Skibergsteiger sowie Wanderer sollten den Berg besteigen - und das mit besonderer Vorsicht!"