Hund rettete Frauerl bei Brand das Leben. Glück hatten die Bewohner eines Gloggnitzer Wohnhauses. Als ein Brand ausbrach, weckte der Hund einer Mieterin die Frau auf, die sofort die Einsatzkräfte alarmierte.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 16. Juli 2019 (05:01)
Einsatzdoku.at
Zum Glück weckte ein Hund die Bewohner des Hauses.

Knapp an einer Katastrophe vorbei schlitterten die Hausbewohner im Objekt Heufeld 8. In der Nacht auf Donnerstag brach gegen 1.30 Uhr ein Feuer in dem Mehrparteienhaus aus.

Glück war dafür verantwortlich, dass alle Bewohner rechtzeitig ins Freie gebracht werden konnten. Im Zuge der Evakuierungsarbeiten musste die Feuerwehr auch Türen aufbrechen, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich in den Wohnungen noch Personen befanden. Da staunte man dann nicht schlecht, als in einer der Wohnungen eine Aufzuchtanlage für Hanfpflanzen entdeckt wurde. Die Gloggnitzer Polizei übernahm die Ermittlungen.

Durch Bellen geweckt

Eine Wohnungsbesitzerin wurde durch das Bellen ihres Hundes geweckt, der Gangbereich war bereits stark verraucht, die Wohnung ein Stockwerk darunter bereits in Vollbrand. „Die Frau wählte den Notruf und setzte so die Rettungskette in Gang“, schildert Einsatzleiter Thomas Rauch von der Stadtfeuerwehr. Der Mieter der Brandwohnung war zu diesem Zeitpunkt bereits im Freien, der Frau in der Wohnung darüber war der Fluchtweg abgeschnitten. Rauch: „Ein Atemschutztrupp rettete die Frau.“

Sechs Feuerwehren im Einsatz

Über die Drehleiter der Feuerwehr wurde die Dachkonstruktion gekühlt. Zwei Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht, einige Mieter mussten in Notquartiere gebracht werden. Schadenshöhe und -ursache sind noch unbekannt, die Brandermittler der Polizei haben die Arbeit aufgenommen.

Es standen sechs Feuerwehren im Einsatz, ebenso wie das Rote Kreuz und die Polizei. „Auch wenn der Hund hier vor Schlimmerem bewahrt hat, zeigt sich einmal mehr, wie wichtig der flächendeckende Einsatz von Brandmeldern wäre. Nur solche bieten zuverlässig Schutz und warnen rechtzeitig“, so Rauch.

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